ATX Geheimtipp Österreich

Österreich-Aktien mit Kauf-Kursen

 

Die US-Wirtschaft in der Krise, und in Europa schwächelt der Aktienmarkt. Das ist nicht überall gerechtfertigt, meint Wirtschafts-Experte Rolf Morrien vom Börsenbrief "GBT-Eilmitteilungen". Zum Beispiel: Österreich. Gibt es beim ATX fundamentale Gründe für den Kurssturz von über 5.000 auf 4.200 Punkte? Die klare Antwort lautet für Börsenprofi Rolf Morrien nach Studium der 9-Monats-Zahlen: Nein! Er empfiehlt den Einstieg in Österreich.

 

ATX: Kursschwäche psychologisch bedingt

 

Es gibt einen psychologischen Grund für die Kursschwäche: Die Investoren haben die Positionen verkauft, wo die Buchgewinne am höchsten waren. Das kennen Sie sicher auch: wenn Sie eine Position im Depot haben mit +10% und eine mit +100%, verkaufen Sie in der Regel zuerst den Kursverdoppler und sichern so die höchsten Gewinne ab.

Rational ist das nicht. Der Einstiegskurs ist völlig unwichtig. Wichtig ist nur, ob die weiteren Aussichten positiv oder negativ sind. Am österreichischen Aktienmarkt wurden jetzt aber die Gewinne mitgenommen. Der ATX war fast ohne Unterbrechung von 1.000 auf 5.000 Punkte gestiegen. In den vergangenen Wochen wurden Gewinne realisiert. Die zittrigen Hände sind aus dem Markt raus.

 

ATX: Österreich braucht Kapital

 

Jetzt ist wichtig, dass neues Kapital in den Markt fließt. Und das kann schon sehr schnell passieren: In der kommenden Woche präsentieren sich viele ATX-Werte bei einer speziellen Informationsveranstaltung für Österreich-Aktien in New York.

Das Interesse der amerikanischen Fondsmanager ist groß. Über 50 Fondsmanager haben sich für diese Veranstaltung angemeldet. Gerade für die Fondsmanager, die eine weitere Abschwächung des US-Dollar erwarten, sind europäische Aktien besonders attraktiv, weil hier zusätzlich zu den Kurs- auch noch Währungsgewinne locken.

 

ATX: Aktienmarkt Österreich unterbewertet

 

Angesichts des Gewinnwachstums der ATX-Unternehmen ist Österreich für Börsen-Experten Rolf Morrien der am stärksten unterbewertete Markt im Euroraum.

Wie schnell ein Wert nach oben drehen kann, hat die Rosenbauer-Aktie aus Österreich gezeigt: Am vergangenen Mittwoch ging es um 12% nach unten, am Donnerstag stieg die Aktie um 14% - alles ohne Meldungen.

Diese Achterbahnfahrt ist aus Sicht des Experten ein Vorbote der Gesamtmarktentwicklung: Erst die Gewinnmitnahmen, dann der Einstieg der Schnäppchenjäger. Prognose des Österreich-Kenners Rolf Morrien: Der ATX wird die 5.000 Punkte schneller wieder sehen, als viele Anleger es jetzt noch erwartet.

Dr. Erhard Liemen
Chefredakteur von
Der Deutsche Wirtschaftsbrief - Was Entscheidungen in Wirtschaft und Politik für Sie, Ihr Vermögen, Ihr Unternehmen bedeuten
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