Abgeltungsteuer Auslandsgeldanlagen Zinseinnahmen EU-Zins

Suchbegriffe: Abgeltungsteuer, Auslandsgeldanlagen, Zinseinnahmen, EU-Zinssteuer, Steuerstrafverfahren, Bankgeheimnis
Vorsicht: Der Abgeltungsteuer können Sie durch Geldanlagen im Ausland legal nicht entgehen
Diesen Eindruck erwecken derzeit österreichische Banken, die mit abgeltungsteuerfreien Anlagen werben. Richtig daran ist aber nur, dass die dortigen Kreditinstitute diese Steuer nicht nach Deutschland abführen. Sämtliche Zinseinnahmen, die Deutsche im Ausland erzielen, unterliegen jedoch der hiesigen Steuerpflicht. Wer sie dem Finanzamt verschweigt, begeht eine Steuerhinterziehung. In Bezug auf Österreich kommt hinzu:

Leitet der deutsche Fiskus ein Strafverfahren ein, bietet das Bankgeheimnis der Alpenrepublik keinen Schutz. Im Wege der Rechtshilfe ist Österreich dazu verpflichtet, alle dortigen Kontoverbindungen bekannt zu geben.

Die EU-Zinssteuer erhöht sich ab Juli von 10 % auf dann bereits 20 %. Schon ab 2011 werden es 35 % sein. Die Anonymität gegenüber dem Finanzamt wird damit teuer. Wer dann noch Zinsanlagen in Österreich hat, zahlt mehr als unter der Abgeltungsteuer von 25 %.
 

Der Deutsche Wirtschaftsbrie 25/2008

Dr. Erhard Liemen
Chefredakteur




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