Adoption Erwachsenen-Adoption Risiken

Suchbegriffe: Adoption, Erwachsenen-Adoption, Risiken

Eine Erwachsenen-Adoption aus rein steuerlichen Gründen birgt erhebliche Risiken
Ging es dabei bisher meist um Adelstitel oder auch Einbürgerungen, kommt jetzt ein neuer Aspekt hinzu: Entferntere Verwandte lassen sich adoptieren, um von den Freibeträgen der neuen Erbschaftsteuer zu profitieren. Das mag in Einzelfällen eine sinnvolle Lösung sein. Es gibt jedoch auch Risiken.

Die zwangsläufige Konsequenz jeder Erwachsenen-Adoption ist eine gegenseitige Unterhaltspflicht. Das heißt: Sollte einer der Beteiligten pflegebedürftig werden, muss der andere für ihn einspringen. Wird gar Heimunterbringung erforderlich, ist auch ein größeres Vermögen schnell aufgebraucht. Zudem:

Verschlechtert sich die Beziehung, kann eine Adoption in der Regel nicht rückgängig gemacht werden. Hat der Adoptierende bereits eigene Kinder, schmälert die Adoption deren Ansprüche bei einer Erbschaft. Denn: Auch ein angenommenes Kind erhält das volle Erb- und Pflichtteilsrecht. Mein Fazit: Adoption klingt gut. Bedenken Sie aber die Risiken. Das Steuerschlupfloch kann zur Falle werden, aus der es kein Entkommen gibt.

Der Deutsche Wirtschaftsbrief 32/2008

Dr. Erhard Liemen
Chefredakteur




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