Aktien, Börse KW9 in 2009

Suchbegriffe: Aktien, Börse
Das Ende der Talfahrt an der Börse scheint noch immer nicht in Sicht zu sein
Extrem schlechte Konjunkturdaten und die fortdauernde Bankenkrise belasten weltweit die Aktien.  Technische Erholungsphasen sind nur von kurzer Dauer. An den Folgetagen werden neue Tiefs getestet. Die Aktienkurse verfallen in Schüben. Zuletzt hat sich wieder Hoffnungslosigkeit breit gemacht.

In den USA bestehen kaum noch Chancen, dass noch in diesem Jahr eine Konjunkturerholung einsetzt. Mag Obama noch so viel Optimismus verbreiten – die Konjunkturdaten sprechen doch eindeutig dagegen. Erst wenn sich in den USA erste Erholungssignale abzeichnen, kann es mit den Aktien wieder aufwärts gehen. Bis es so weit ist, bleibt die Schwankungsanfälligkeit an der Börse hoch, und Aktien werden weiter gemieden.

Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise hat der Dax rund die Hälfte seines Punktestandes wieder abgegeben. Bei der letzten Rezession im Jahr 2003 hatte der Index insgesamt sogar 75 % verloren. Meine Einschätzung: So schlimm dürfte es diesmal nicht kommen. Es sei denn, es würde doch eine Depression drohen.

Wer bisher an seinen Aktienbeständen festgehalten hat, sollte die Verluste jetzt nicht überstürzt realisieren. Mag die Durststrecke sich auch noch hinziehen – bei anspringender Konjunktur gibt es keine Alternative. Wenn es so weit ist, dürften sich Aktien schneller und stärker erholen als alle anderen Anlageklassen.
 

Der Deutsche Wirtschaftsbrief 9/2009

Dr. Erhard Liemen
Chefredakteur




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