Aktien Börse Gold KW 10 in 2009

Suchbegriffe: Aktien, Börse, Gold
Die Zeit für eine nachhaltige Erholung an der Börse scheint noch nicht gekommen
In Europa und den USA herrscht Pessimismus an den Aktienmärkten. Die Risikoscheu der Anleger dominiert. Selbst wenn Kurse neue Tiefststände erreichen, ist auf diesem Niveau fast niemand zum Einstieg bereit. Da es kaum positive Nachrichten gibt, bleibt weiter offen, wann es zu einer Bodenbildung kommt.

Trotz der niedrigen Aktienkurse an der Börse kaufen immer weniger Unternehmen eigene Aktien zurück. Mehr noch: Es werden zunehmend neue Aktien emittiert, um auf diese Weise die Eigenkapitalquote zu verbessern. Auch das belastet die Börse und vermiest den Anlegern die sowieso schon schlechte Stimmung.
      
Wenn die Aktienkurse fallen, sollte sich das eigentlich positiv auf die Edelmetalle auswirken. Indes: Gold ist ebenfalls unter Druck geraten. Sein Preis ist wieder unter die wichtige Marke von 920 Dollar gefallen. Ein Grund dafür waren Verkäufe institutioneller Investoren. Diese können so Liquiditätsengpässe ausgleichen. Auch Private mit finanziellen Problemen treten jetzt häufiger als Verkäufer von Goldschmuck auf. Die Folge: Wie bei Aktien ist beim Gold mit weiterhin hoher Volatilität zu rechnen.

Solange die Krise an den Finanzmärkten anhält, dürfte Gold nach Korrekturen erneut im Wert steigen. Erst wenn der Preis deutlich unter 840 Dollar fallen sollte, wäre das aus technischer Sicht ein Alarmsignal. Hält sich Gold aber auf einem relativ hohen Niveau, dürften die Minenbetreiber davon profitieren. Dank gesunkener Energie- und Kapitalkosten können sie wieder bessere Margen ausweisen.
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Der Deutsche Wirtschaftsbrief 10/2009

Dr. Erhard Liemen
Chefredakteur




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