Aktien Börse KW 14 in 2009

Aktien Börse  
Wenn an der Börse die Aktienkurse steigen, werden sie zumeist nur vom Prinzip Hoffnung getrieben
An euphorischen Tagen, wie zuletzt beim Gipfel der G20-Staaten, gewinnen die Optimisten an der Börse die Oberhand. Erwartet wird, dass die Rezession milder ausfällt und die Wirtschaft sich schon im Jahresverlauf erholt. Das mag durchaus so kommen. Denn: Es gibt an den Aktienmärkten bereits erste Anzeichen größerer Stabilität.

Noch sind die Börsen aber nicht gefestigt genug, um erneute Hiobsbotschaften zu verkraften. Also etwa, dass eine weitere Großbank in Probleme gerät oder die Wirtschaftskrise in Osteuropa eskaliert. Dann könnten sich Kursanstiege im Frühjahr als Bullenfalle erweisen.

Nur sehr wenige Analysten raten jetzt bereits wieder dazu, den Anteil von Aktien im Depot zu erhöhen. Mehr Klarheit, wohin der Trend an der Börse geht, dürften die Unternehmensberichte zum ersten Quartal 2009 bringen. Wer langfristig in Aktien investieren will, sollte mit größeren Käufen deshalb noch warten.

Wer dagegen kurzfristig agieren will, kann an schwachen Tagen besonders ausgebombte Aktien kaufen. Sollten die Kurse in der Folgezeit anziehen, kommt es darauf an, Gewinne rechtzeitig zu realisieren. Also wieder auszusteigen, bevor es erneut abwärts geht. Ob das funktioniert, ist das Risiko des Traders. Halten Sie weiter Liquidität, wenn Ihnen diese Art des Vorgehens nicht liegt.
 

Der Deutsche Wirtschaftsbrief 14/2008

Dr. Erhard Liemen
Chefredakteur




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