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| Anlageberater Gebührenfalle Dachfonds | ||
Es droht eine Gebührenfalle, wenn ein Anlageberater Ihnen Dachfonds verkaufen will
Das Konzept besteht darin, dass der Dachfonds das Geld der Kunden in verschiedene Einzelfonds investiert. Beliebtes Verkaufsargument ist, dass der Anleger damit an einer eingebauten Vermögensverwaltung teilhabe. Verschwiegen wird jedoch gern, welchen Preis Sie als Anleger dafür zahlen. Es gibt nämlich mindestens zwei Gebührenebenen: Eine bei den Einzelfonds und eine beim Dachfonds. Das macht es den Managern solcher Produkte meist sehr schwer, besser abzuschneiden als der Markt. Einige Dachfonds kassieren sogar auf drei Ebenen, indem sie in andere Dachfonds investieren. Dachfonds-Anbieter weisen gern darauf hin, beim Fondskauf Großanleger-Konditionen zu bekommen. Die Nachlässe ergeben sich aber häufig daraus, dass in mäßig laufende hauseigene Produkte investiert wird. Das reduziert zwar die Gebühren, im Gegenzug fällt aber die Performance oft nur mager aus. Relativ neu am Markt sind Dachfonds, die in verschiedenen Exchange Traded Funds (ETFs) anlegen. Da diese Fonds nur einen Index abbilden, sind sie meist deutlich günstiger als traditionelle Fonds. Dennoch werden auch hier 1,5 % oder sogar mehr gefordert, was das Ganze vergleichsweise teuer macht. Verlangen die Anbieter dann noch erfolgsabhängige Management-Gebühren, mindert auch das die Rendite. (Der Deutsche Wirtschaftsbrief 29/2009)
Dr. Erhard Liemen
Chefredakteur Dieses Glossar ist ein kostenloser Service von Wirtschaft-vertraulich |
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