Die DERIVATE-BOMBE: Über 200 Billionen Dollar Luft? Vorsicht…

Nach einer neuen Studie gibt es in der Bankenwelt inzwischen Derivate im Wert von mehr als 200 Billionen US-Dollar. Dies sind Optionen, Zertifikate oder andere Hebelprodukte. Die Derivatebombe ist so groß wie nie zuvor, jedenfalls nach meinen Zahlen. Das bedeutet, die Gefahr einer Explosion oder Implosion dieser Geschäfte ist immens. Schützen Sie sich davor, auch wenn sicherlich noch nicht alles „morgen“ zusammenfallen wird. Hier erfahren Sie mehr – einfach hier klicken bitte.

Derivate sind abgeleitete Schuldpapiere

Derivate leiten sich aus bestimmten Wertpapieren oder Geschäften ab und sind Wetten darauf, ob diese Geschäfte funktionieren oder nicht. So könnten Sie auf den Euro setzen und darauf „wetten“, dass der zum 1. Januar 2019 wieder 1,20 Dollar kosten wird. Wenn er diesen Betrag erreicht oder sogar höher notiert, dann würden Sie mit einer Wette auf den Euro „gewinnen“. Sie würden einen Ausgleichsbetrag erhalten, der Ihren Gewinn bemisst.

Insofern sind Derivate zunächst kluge Absicherungsgeschäfte, wenn diese richtig eingesetzt werden. Fluggesellschaften sichern sich damit bestimmte Ölpreise für die Zukunft und können besser planen. Rohstoffhändler sichern sich ihre Absatzpreise für künftige Lieferungen etc.

Nur: In der Summe kann die Derivatewelt zum Problem werden, meine jedenfalls ich. Bei ausstehenden Derivaten von mehr als 200 Billionen Dollar ist die Frage, wer am Ende haftet, wenn niemand mehr zahlen kann. Nehmen wir an, eine Bank gibt Derivate heraus und hat diese selbst am Markt abgesichert. Das ist ein normales Geschäft. Aber irgendjemand steht am Ende der Kette und müsste die Last tragen. Wenn, um es zu übertreiben, ein einziger Investor diese Sicherungen alle übernehmen würde, dann wäre die Welt abhängig von diesem Anleger. Was, wenn nur wenige Banken am Ende für die Fälligkeit dieser Derivate haften?

Vorsicht…

So einfach ist es natürlich nicht. Denn die Risiken verteilen sich am Markt – und die Banken gehen zwangsläufig immer Geschäfte in die jeweils andere Richtung ein, es gibt also in diesem Wettbüro gegenläufige Tendenzen, wonach sich die Effekte größtenteils aufheben können. Wenn einer verliert, gewinnt der andere. Da Banken in beide Richtungen investieren und wetten (bzw. solche Produkte anbieten), ist der mögliche Schaden am Ende nicht so groß.

Nur: Schon einmal ist die Welt an Kreditderivaten fast zugrunde gegangen. Da waren viele Investoren – auch deutsche Kommunen – so naiv und haben Derivate gekauft, in denen die Kredite US-amerikanischer Privat-Immobilienkäufer gebündelt waren. Gute und schlechte Kredite. Als es zu Zahlungsausfällen kam, hafteten die Besitzer der Derivate und verloren viel Geld. Private, Kommunen – aber auch andere Banken.

Platzt hier eine Billionen-Bombe, sollten Sie vorab sicher sein. Meine Meinung: Aktien als Unternehmensanteile überleben immer. Sehen Sie selbst –  hier bitte.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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