10 %, 13 % oder 20 % – Sie haben die Wahl

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In den kommenden Tagen fallen die letzten Entscheidungen zur Bundestagswahl. Wer Geld investiert, sollte sich klar machen, dass nahezu alle Parteien die Abgeltungsteuer streichen wollen – und durch eine neue Form der Einkommensteuer ersetzen wollen. Das bedeutet, dass die Erträge künftig wahrscheinlich – nach persönlichem Steuersatz – höher besteuert werden als bislang. Dies wird aller Erfahrung nach nur dann gelten, wenn Sie die Wertpapiere nach der Gesetzesänderung erwerben. Wer vorher kauft, kann sich in vielen Fällen auf „Altfallregelungen“ berufen. Daher lohnt es sich, weiter relativ schnell zu investieren.

Dies lohnt sich auch mit Blick auf die aktuellen Bewertungen. Noch immer gibt es viele interessante Substanzaktien, auch wenn der Dax zuletzt am Freitag etwas abgegeben hatte. Dies lag am „Hexensabbat“. Ein Verfallstag für Termingeschäfte, an dem es zu solchen Verkäufen kommen kann. Lassen Sie sich davon allerdings nicht irritieren. Sie können gegebenenfalls mit Einstiegslimits arbeiten.

Rücksetzer abwarten?

Das würde bedeuten, dass Sie mit niedrigeren Kursen einsteigen, als sie derzeit an den Märkten herrschen. Das heißt für die Aktie von Munich Re etwa, dass Sie statt der Order „ohne Limit“ bei einem Kurs von ungefähr 175 kaufen, etwa ein Limit von 170 Euro eingeben. Wenn der Kurs noch einmal rutscht, könnten Sie günstiger kaufen.

Der Deutsche Wirtschaftsbrief hat ohnehin für die nächsten Wochen einige neue Investitionschancen unter die Lupe genommen. Denn die Zahlen für das zweite Quartal liegen für alle wesentlichen Unternehmen vor. Die Ergebnisse sind etwas besser, als der Markt in diesem Jahr erwartet hatte.

Da die Europäische Zentralbank (EZB) an der Zinspolitik aktuell nichts ändern will, sind die Investitionsbedingungen für Unternehmen unverändert gut. Deshalb wird sich an den aktuellen Erwartungen bis zum Jahresende nichts ändern. Allein im Dax gehen wir davon aus, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) mit etwa 13,5 bis 14 noch immer ein gutes Einstiegsniveau bietet.

Substanzunternehmen noch unterbewertet

Allerdings haben in den vergangenen Wochen zahlreiche größere Unternehmen, gerade aus Europa und aus den USA, Kursrücksetzer hinnehmen müssen. Wir haben bereits einen Abruf-Service dazu erstellt, den Sie hier kostenfrei herunterladen können („Sicherheitsaktien“). Zudem sollten Sie in den kommenden Wochen auch neue Empfehlungen nutzen. Die Zeichen stehen gut.