2013: Ein Jahr vieler Änderungen (Teil II)

Neues für Ihre persönlichen Finanzen

Das neue Jahr hält für Arbeitnehmer, Unternehmen und Haushalte vielfältige Änderungen bereit. Nicht immer zum Vorteil. Wir zeigen Ihnen in der zweiten Folge unserer kleinen Serie, auf welche Änderungen in finanziellen Dingen Sie sich einstellen müssen.

 

Das Ende der Bundesschatzbriefe

Es ist das Ende einer Ära. Seit 1969 hatten der Bund bzw. die zuletzt zuständige Finanzagentur GmbH Bundesschatzbriefe auch direkt an Privatkunden verkauft. Dies ohne Zusatzkosten. Auch die Verwahrung war kostenfrei. Doch das ist nun vorbei. Wer in Bundesschatzbriefe investieren will, kann dies ab diesem Jahr nur noch über die Hausbank oder Broker abwickeln. Was entsprechend höhere Kosten bedeutet.

Damit dürfte dieses Instrument für viele Sparer unattraktiv werden. So liegen bei vielen umlaufenden „Schätzchen“ die Renditen nahe dem Null-Punkt oder sogar im Minusbereich. Und Neuemissionen dürften sich daran orientieren. Da sorgen zusätzliche Gebühren nur noch dafür, dass Verluste generiert werden. Zwar gelten Bundesschatzbriefe entsprechend der Bonität Deutschlands weiter als sehr sicher. Doch als Anlageinstrument sind sie uninteressant, da man mit ihnen nicht einmal mehr einen Inflationsausgleich schafft.

 

Unisex kommt

Wer neue Versicherungsverträge abschließt, muss in Zukunft oftmals mehr bezahlen. Dies ist das Resultat eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes im Jahr 2011. Dieses hatte unterschiedliche Prämienberechnungen aufgrund des Geschlechts als rechtswidrig klassifiziert. Nah einigem Hin und Her hat nun auch die deutsche Versicherungswirtschaft darauf reagiert und bietet nur noch so genannte Unisex-Tarife an.

Noch ist nicht zu überschauen, auf welchem Niveau sich die neuen Tarife wirklich einpendeln. Im Vorfeld der Einführung wurde aber davon ausgegangen, dass für Männer vor allem die Alters- und Berufsunfähigkeitsvorsorge teurer wird. Bei Frauen dürften vor allem die Preise bei Risikoversicherungen steigen.

Wir hatten Ihnen dieses Thema schon in einem Artikel hier auf deutscher-wirtschaftsbrief.de näher gebracht. Hier geht es zum Artikel: „Unisex-Tarife: Genau hinschauen.“

 

Keine Praxisgebühr mehr

Eine tatsächliche Entlastung gibt es für Patienten beim Arztbesuch. Die bislang im Quartal fälligen 10 Euro Praxisgebühr entfallen ersatzlos. Damit wird auf den Umstand reagiert, dass die Zielvorgaben, die zur Einführung dieser Gebühr führten, nicht erreicht wurden. Denn es konnte nicht nachgewiesen werden, dass sich durch diese Gebühr die Anzahl der Arztbesuche und damit die Kosten für die Krankenkassen verringert haben.

Im dritten Teil unserer Serie schauen wir auf Neuerungen im privaten Bereich wie Energiekosten und das Schornsteinfegermonopol. Dieser wird morgen hier auf der Website veröffentlicht. Bitte lesen Sie auch den ersten Teil mit dem Schwerpunkt Steuern.

Carsten Müller

Redaktion deutscher-wirtschaftsbrief.de

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