Achtung: Gold-Zertifikat nicht mehr handelbar…

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Welch ein Schrecken für viele Investoren: Depot-Banken haben zuletzt mitgeteilt, dass „Xetra Gold“, das bekannte Zertifikat auf den Goldpreis, plötzlich nicht mehr im Börsenhandel zur Verfügung steht. Wer einen Sparplan hat oder bedienen möchte, kann dies derzeit nicht mehr tun. Das Ganze ist nur vorübergehend, dennoch halten wir es im „Dr. Liemen Depot-Brief“ für einen Alarmhinweis.

Vorsicht Finanzregeln

Grund für die fehlende Handelbarkeit an der Börse sind die „neuen Finanzregeln“, die in Deutschland seit Beginn dieses Jahres gelten. Die Depot-Banken dürfen aus dem Grund, dass sie Anleger schützen wollen oder müssen, die Wertpapiere nicht mehr handeln. Denn gehandelt werden darf nur das, was der Emittent mit einem sogenannten „Basisinformationsblatt“ begleiten kann. An sich sollte das Dokument nun auch für Xetra Gold zur Verfügung stehen. Dennoch: Es ist nicht da.

Denn beim entsprechenden Papier fehlten dem Dienstleister, der sich um die Einstellung des Titels kümmert, einige Daten von Seiten des Emittenten. Die Depot-Banken oder auch „Vertriebsbanken“, um es etwas kritischer auszudrücken, haben die Informationsblätter teils nicht abrufen können.

Dies soll sich so schnell wie möglich ändern, vielleicht ist es schon geändert, wenn Sie diese Zeilen lesen. Bis dahin allerdings sind noch nicht einmal die Goldsparpläne aktiv gewesen, die Comdirect bis dato betreibt. Diese Sparpläne sorgen dafür, dass am 7. Januar Gold gekauft wird. Dies ist ausgeblieben.

Weitere Schäden?

Die Dienstleister, die verantwortlich für die noch fehlenden Informationsblätter sind oder waren, warnen vor entsprechenden Folgen auch für andere Wertpapiere. Insgesamt hat das Unternehmen ungefähr 1,8 Millionen Dokumente für entsprechend viele Wertpapiere bekommen. Dabei gab es offenbar auch technische Probleme, sodass Vertriebsbanken bestimmte Dokumente nicht haben abrufen können.

Schlimm, meine ich. Denn viele Investoren haben natürlich nicht gewusst, dass und warum sie kein Xetra-Gold handeln können. Dass dies so einfach passieren kann, auch noch zugunsten des Anlegerschutzes, ist ärgerlich. Am Ende aber liegt der Gesetzgeber nicht ganz falsch. Gerade Zertifikate oder ähnliche Finanzkonstrukte sind oft riskant.

Riskanter übrigens als Aktien. Die sind bei hinreichender Substanz des Unternehmens, das damit gekauft wird, berechenbar. Wir rechnen übrigens derzeit mit fast 4 %, die Sie allein mit Dividenden in den nächsten Monaten sicher verdienen werden. Sehen Sie sich die Liste einfach hier an. Kostenfrei: Hier. Einfach klicken.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

P.S. Jamaika ist Geschichte. Der Spiegel titelt „Stunde Null“. Kürzlich hieß es noch „Deutschlands Wirtschaft droht zu überhitzen“. Ja, was denn nun? Es gibt zu allen Zeiten Unternehmen, die Gewinne erwirtschaften. Die Liste mit meiner Gewinn-Garanten für 2018 finden Sie HIER