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Charlie Munger gestorben: Was passiert mit Berkshire Hathaway?

Am Dienstag wurde bekannt, dass der legendäre Charlie Munger verstorben ist, der langjährige Co-Chef von Berkshire Hathaway, der Freund von Warren Buffett. Munger wurde 99 Jahre alt und hinterlässt ein enormes Erbe – Berkshire Hathaways Führung und zahlreiche Erkenntnisse, mit denen er am Ende Menschen reich gemacht haben wird. Wenn Sie zu den Freunden oder Aktionären von Berkshire Hathaway zählen, versichere ich Ihnen jedoch, dass sich nichts ändern wird.

Berkshire Hathaway: Langfristig geht es aufwärts – „immer“

An einem solchen Tag ist es fast müßig, über laufende Geschäftszahlen zu sprechen. Vielmehr zeigt der Blick auf die lange Jahre währende Erfolgsstory von Berkshire Hathaway, dass Munger und Buffett mit ihren Beteiligungen und ihren Ideen offenbar sehr richtig liegen und lagen. Die Aktie hat im laufenden Jahr bis dato nur 13,4 % gewonnen – und keine Dividendenausschüttung gebracht.

Wer die Aktie seit vielen Jahren hat, wird dennoch mehrere 100%, mehrere 1.000 % und – je nach Haltedauer – noch mehr gewonnen haben. Dabei sind die allgemeinen Prinzipien, die auch Munger verkörpert hat, entscheidend: Wenn diese Gesellschaft eine (größere) Beteiligung eingeht, also Aktienpakete kauft, muss der „Preis“ stimmen.

Munger sprach in seinen Prinzipien unter anderem davon, dass nicht die reine Qualität von Unternehmen entscheidend sei, sondern der „Preis“. Sprich: Wie viel Geld- und Gewinnzufluss dürfen Sie – mit hinreichender Gewissheit – künftig erwarten und wie viel müssen Sie abgezinst (zum sicheren Zins, den Sie auch quasi bei der örtlichen Sparkasse erwarten dürfen) dafür bezahlen. Strittig unter Beobachtern und Analysten ist nur, wie die künftigen Erträge quasi erahnt und berechnet werden und wie hoch der Sicherheitsabstand für den Preis der Aktie dann sein sollte.

Munger: Mit klarem Verstand

An einem solchen Tag allerdings möchte ich mit Ihnen keinen Streit über solche technischen Details führen, denn es gibt die unterschiedlichsten Meinungen zur Kalkulationsmethode. Vielmehr verweise ich auf eine weitere Grundtugend, die Munger betonte: Rechnen Sie auch nicht zu viel. In den Statistiken, die auf Rechenblättern oder heute in Computern auftauchen und abrufbar sind, lesen Sie nicht die ganze Wahrheit über ein Unternehmen.

Nachdenken sei für ihn wichtiger als das Anwenden der bekannten finanzmathematischen Modelle. Oder einfacher gesagt: Wenn ein Geschäftsmodell nachvollziehbar ist, im Kern für Sie nachvollziehbar, ist dies wertvoller als ein Modell, das lediglich die Zukunft abbildet, aber nicht das Geschäft selbst.

Zudem mahnte Munger stets zur Geduld. Am wichtigsten sei es, geduldig abzuwarten, bis sich eine Chance eröffnet – dann aber mutig und entschlossen zu sein. Die meiste Zeit lang jedoch sei es wichtig, einfach nichts zu tun. Es ist, als beschreibe Munger damit typische Investoren für Berkshire Hathaway. Der Investmentstil mag „langweilig“ erscheinen – aber Geduld zahlt sich aus. Diese Aktie lehrt uns alle nachhaltig viel über die Börse.

Berkshire Hathaway: Immer stark – WKN: A0YJQ2 – ISIN: US0846707026

Quelle: https://fundamental.aktienscreener.com/DE000ENER6Y0/EI/siemens-energy-ag/data

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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Redaktionsschluss: 29.11.2023, 10.30 Uhr

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