Deutsche Finanzagentur: Kein Wertpapierverkauf mehr

Bei der Deutschen Finanzagentur können Sie in Zukunft keine Bundeswertpapiere mehr kaufen. Lesen Sie hier, welche Folgen diese Änderung bei der Deutschen Finanzagentur hat und wie die direkten Konsequenzen für Anleger aussehen.

Deutsche Finanzagentur stoppt Wertpapierverkauf

Mit dem Stopp des Verkaufs von Wertpapieren über die Deutsche Finanzagentur ist  Schluss mit dem gebührenfreien Verkauf und der bisher kostenlosen Verwahrung der Papiere.

Die Deutsche Finanzagentur stoppt den Verkauf von Bundeswertpapieren.

Die Deutsche Finanzagentur stoppt den Verkauf von Bundeswertpapieren.

Außerdem werden mit dem Verkausstop über die Deutsche Finanzagentur neue Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze und Tagesanleihen ab 2012 nicht mehr aufgelegt. Schuldbuchkonten sollen aber so lange fortgeführt werden, bis alle eingebuchten Papiere fällig geworden sind.

Die Folge für Sie als Anleger: Laufende Papiere können Sie dann allerdings nur noch bei den Banken kaufen.

Welche Kosten für Anleger beim Kauf entstehen

Die meisten Kreditinstitute berechnen den Kunden ihre üblichen Kosten für den Kauf von Wertpapieren. Das sind etwa bei der Commerzbank 0,5 % des Anlagebetrags, mindestens jedoch 19,90 €. Immerhin: Bei Order via Internet gibt es 20 % Rabatt. Bei der Commerzbank fallen zudem noch Depotgebühren an. Ganz auf Gebühren verzichtet dagegen der Online-Broker ING-DiBa. Er bietet außerdem noch einen weiteren Vorteil: Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze können Sie bei ihm kostenlos kaufen.

Pressemeldung der Deutschen Finanzagentur

Zur Einstellung des Verkaufs der Bundesschatzbriefe hat die Deutsche Finanzagentur (vollständiger Name: Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH) am 13.07.2012 eine eigene Pressemeldung veröffentlicht.

Der genaue Wortlaut:

„Mit Wirkung vom 13. Juli 2012 (12.00 Uhr) wurde der Verkauf der Bundesschaftzbriefe, Ausgaben 2012/07 und 2012/08 eingestellt.“  Quelle: Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH.

Deutsche Finanzagentur – was ist das?

Die Deutsche Finanzagentur bezeichnet sich selbst als Dienstleister für die Kreditaufnahme und das Schuldenmanagement des Bundes. Gegründet wurde sie im Jahr 2000 und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Der alleinige Gesellschafter der Deutschen Finanzagentur ist die Bundesrepublik Deutschland.

Die Aufgaben der Deutschen Finanzagentur

Die Aufgaben der Deutschen Finanzagentur umfassen:

  • die Mitarbeit bei der Haushalts- und Kassenfinanzierung des Bundes,
  • bislang Dienstleistungen bei der Emission von Bundeswertpapieren (was aber ja jetzt geändert wurde)´,
  • die Kreditaufnahme mittels Schuldscheindarlehen,
  • den Einsatz derivater Finanzinstrumente sowie die Geldmarktgeschäfte zum Ausgleich des Kontos der, Bundesrepublik Deutschland bei der Deutschen Bank,
  • die Erarbeitung von Marktanalysen und Modellen zur Festlegung optimaler Kreditaufnahmestrategien,
  • die Liquditätssteuerung,
  • die Risikoüberwachung,
  • und die Werbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Bundeswertpapiere.

Im Jahr 2006 hatte die Deutsche Finanzagentur das Privatkundengeschäft für Bundeswertbpapiere und das Führen des Bundesschuldbuchs übernommen. Die Schuldbuch-Kontoführung soll jetzt nur noch bis zur Fälligkeit der eingebuchten Papiere fortgeführt werden. Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze können fortan bei Banken erworben werden, die allerdings Gebühren dafür erheben, wie im obigen Teil des Textes bereits beschrieben..

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