Euro-Krise: Kursturbulenzen sind die Folge

Die Euro-Krise sorgt für Kursturbulenzen: Viele Anleger sind in Panik aus Aktien ausgestiegen. Dr. Erhard Liemen rät: Bewahren Sie auch an hektischen Tage die Ruhe.  Es gibt keine wirklich sicheren Häfen, aberAktien werden sich im Jahresverlauf wieder besser behaupten.  Lesen Sie hier die Einschätzung des Geldanlage-Experten.

Die Kursturbulenzen durch die Euro-Krise 

Die Euro-Krise sorgt für weitere Kursturbulenzen.

Die Euro-Krise sorgt für weitere Kursturbulenzen.

Wie schnell der Wind wieder drehen kann, hat sich schon Ende vergangener Woche gezeigt: Der „schwarze Freitag“ in Spanien, einer der Höhepunkte der Euro-Krise, setzte die Aktienmärkte weltweit unter Druck. Gestern hat der Dax 3,18 % verloren. Auf extreme Stimmungsschwankungen habe ich Sie bereits letzte Woche vorbereitet.

Die Situation in der Euro-Zone sorgt weiter für Unsicherheit. Spanien braucht 100 Mrd. € für sein bankrottes Bankensystem. Griechenland steht vor dem Problem, im August Anleihen über 3,1 Mrd. €  tilgen zu müssen. Wie diese Mittel aufgebracht werden sollen, steht in den Sternen.

Spätestens im Herbst dürfte sich entscheiden, ob die Griechen weiter in der Euro-Zone bleiben können. Kommen keine neuen Hilfsprogramme zustande, droht Griechenland die Staatspleite. An den Börsen wäre dann mit heftigen Turbulenzen zu rechnen. Der Montag lieferte einen Vorgeschmack.

Derzeitige Performance seit dem Start der Depots im Dr. Liemen Depot-Brief:

Basis-Depot: + 46,37 %

Chancen-Depot: +53,95 %

Im Basis-Depot sind Unternehmen enthalten, die etwa in Sachen Marktkapitalisierung und Bonität einen Spitzenplatz einnehmen. Damit ist auch die Schwankungsanfälligkeit bei den Kursen relativ gering. Bei diesen Werten können Sie größere Summen anlegen. Die Gewichtung einzelner Aktien im Basis-Depot kann durchaus bis zu 10 % betragen.

Das Chancen-Depot enthält schwankungsanfälligere Wertpapiere, die Sie deshalb auch nur in kleineren Stückzahlen oder limitiert ordern sollten. Die Gewichtung einzelner Positionen in Ihrem Depot sollte 5 % nicht überschreiten. Aktuelles zu zwei meiner Depot-Werte:

Bei Novartis sind Umsatz und operatives Ergebnis im ersten Halbjahr um jeweils 4 % geschrumpft. Unter Herausrechnung negativer Währungseffekte ergibt sich laut früheren Angaben ein Plus von 1 %. Insgesamt wurde ein Reingewinn von 5 Mrd. Dollar erzielt. Für das Gesamtjahr wird eine nur leicht sinkende Marge in Aussicht gestellt. Die Markterwartungen wurden damit leicht übertroffen. Bei Investoren hat das die Zuversicht gestärkt, dass Novartis eine bevorstehende Durststrecke ohne größeren Ertragseinbruch meistern kann. So verliert mit dem Blutdrucksenker Diovan zwar einer der wichtigsten Umsatzträger der letzten Jahre zunehmend den Patentschutz – auf der anderen Seite erwirtschaften die jüngst eingeführten Produkte aber bereits 29 % des Nettoumsatzes. Von Analysten wird das als ermutigendes Signal eingestuft. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11 für 2012 ist Novartis immer noch günstig.

Bei WMF bezichtigt Großaktionär Weißenbacher den Vorstand, käuflich zu sein. Vermutlich steckt dahinter die Enttäuschung, beim Verkauf des WMF-Pakets an KKR übergangen worden zu sein. Auf den Aktienkurs hat sich das nicht negativ ausgewirkt: Die Aktie notiert nahe ihrem bisherigen Höchststand. –

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