EZB-Chef Draghi möchte Sie nun mit Ihrem Konto haften lassen…Vorsicht

Nachdem nun die Regierung wieder im Amt ist, können wir uns alle auf das konzentrieren, was vielleicht noch entscheidender ist für unser Vermögen und die Zukunft, die Rahmenbedingungen und auch die Stabilität unseres Geldes. Die EU und die Europäische Zentralbank (EZB). Da ist heimlich ein ganz wichtiger Hebel umgestellt worden. Am Montag hatte deren Chef Mario Draghi den Vorschlag gemacht, die EU-Finanzminister mögen damit beginnen die gemeinsame europäische Einlagensicherung voranbringen.

Alle haften für alle

Aktuell haftet noch Ihre Bank für das, was Ihre Bank selbst macht. Sie zahlt in eine gemeinsame Einlagensicherung ein, gesetzlich vorgeschrieben ist eine Sicherung über 100.000 Euro pro Konto. Darüber hinaus haben viele Banken noch eine freiwillige Einlagensicherung, die allerdings weitgehend unverbindlich ist. Die Banken können sie einfach abschalten.

Jetzt aber wird es dramatisch. Die EZB weiß, dass viele Banken gerade in Südeuropa inzwischen Milliardenbeträge an faulen Krediten in den Bilanzen haben. Schätzungen gehen sogar von inzwischen 1 Billion Euro aus. Das sind Kredite, die mit hoher Sicherheit nur unzureichend oder gar nicht zurückgezahlt werden. Betroffen sind bislang Italien, Griechenland, Portugal und Zypern.

Künftig sind auch wir und damit Sie betroffen. Denn Draghi möchte eine gemeinsame Einlagensicherung. Wenn also Kredite in Portugal nicht bezahlt werden, müsste ein gemeinsamer Topf u.a. mit deutschen Steuergeldern dafür haften. Also wir alle. Also Sie. Jetzt beginnen langsam auch Banken, sich dagegen zu wehren.

Volksbanken: Nein

Die Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland wollen nicht mitmachen. Die Volks- und Raiffeisenbanken wollen, dass sich die EU und die EZB darauf konzentrieren, die Bilanzen der Banken wieder zu bereinigen.

Immerhin, so die Banken, sind 4,6 % aller Kredite innerhalb der Eurozone „leistungsgestört“. Jeder 20. Kredit also wird nicht oder nur teilweise zurückgeführt. Die Volksbanken meinen, in den eigenen Bilanzen würden nur 0,4 % der Kredite leistungsgestört sein.

Das zeigt das Dilemma: Wir müssen mit einer Vereinheitlichung in Europa rechnen. Damit ist es besonders Macron und dann auch Merkel ernst. Deshalb wird es in der einen oder anderen Form zu dieser Gemeinschaftshaftung kommen. Meine Empfehlung (im „Deutschen Wirtschaftsbrief“): nehmen Sie Geld von den Konten. Nicht alles, aber doch so viel wie möglich.

Sicher sind Sie mit – guten – Aktien. Die können nicht zur Haftung herangezogen werden. Gerne nenne ich Ihnen die Top-Werte des „Deutschen Wirtschaftsbriefs. Bringen Sie Ihr Geld in Sicherheit. Klicken Sie hier.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

P.S. Jamaika ist Geschichte. Die GroKo kommt. Seit kurzem fast schon offiziell. Jetzt haben viele Angst um die Stärke der Finanzmärte, um die Börsen. Dennoch: Es gibt zu allen Zeiten Unternehmen, die Gewinne erwirtschaften. Die Liste mit meiner Gewinn-Garanten für 2018 finden Sie HIER