Hinter den Kulissen: Wann kein Sparplan der Welt mehr etwas nutzt…

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Sparpläne sind eine großartige Sache, wie ich meine. Jedenfalls in der Regel und vor allem dann, wenn Sie auf Aktien oder Indizes setzen. Nur gibt es zahlreiche kleinere und größere Fallen, die das Sparen per Sparplan sehr erschweren und im Grunde sogar zunichte machen. Ich möchte Ihnen kurz einen Einblick geben, weil ansonsten kaum jemand darauf eingeht – und die meisten Autoren dabei bestimmte Fälle übersehen.

„Performance-Fee“

Es gibt immer wieder Lösungen, bei denen Sie neben dem normalen Aufschlag wegen der Management-Gebühren auch eine „Performance-Fee zahlen müssen. Also eine Gebühr für den Fall, dass der Betreiber der Anlage etwa zum Jahresende einen Gewinn erzielt hat. Bei Verlusten erhalten Sie nichts zurück.

Sie sollten wissen, dass die Sparverträge auch Geld kosten. Je kleiner der Anlagebetrag pro Zeiteinheit, desto größer kann die Belastung mit Gebühren – relativ zum Anlagebetrag – werden. Wenn Sie Kosten und Steuern auch betrachten, lohnt sich bei weitem nicht mehr jeder Sparplan.

Was Sie zum „Cost-Average-Effekt“ wissen müssen

Zudem sind Sparpläne, die über viele Jahren hinweg laufen, oft nicht so günstig und sicher, wie es die Initiatoren behaupten. Denn die Macher werden – zu Recht – oft erst mit dem „Cost-Average-Effekt“, der sich ergibt, wenn Sie regelmäßig zu einem Betrag kaufen. Dann erhalten Sie in schlechten Zeiten viele neue Anteile, da der Kurs ja niedrig ist. In guten Zeichen kaufen Sie als Ausgleich weniger. Die neuen Anteile sind dann ja teurer.

Unter dem Strich soll die Anlage dann besonders risikoarm sein. Denn Sie kaufen in guten Zeiten automatisch weniger Anteile und in schlechten, „günstigen“ Zeiten mehr Anteile für denselben Kapitaleinsatz. Das kann sich lohnen: Denn dann kaufen Sie mehr Titel zu günstigen Kursen als Titel zu hohen Einstandspreisen. Im Durchschnitt sinken die Kaufkosten. „Aber“: Der Effekt verblasst, je länger Sie investieren.

Denn die Durchschnittskosten lassen sich bei kleineren Positionen für größere Vermögen nicht mehr entscheidend ändern. Daher ist der Cost-Average-Effekt bei kleineren Vermögen in bestimmten Konstellationen interessant. Nicht jedoch am Ende der Sparplan-Vorgänge.

Zudem ändern sich die Bedingungen für Sparplan-Konstruktionen mit den steuerlichen Rahmenbedingungen. Die aber kann Ihnen niemand dauerhaft garantieren. Eigentlich noch nicht einmal im Ansatz. Insofern ist Vorsicht geboten, wenn die Fondsindustrie mit Sparplänen sehr pauschal wirbt.

Ich halte es für wichtig, sich von Experten beraten zu lassen – damit auch Sparpläne richtig funktionieren. Hier finden Sie meine Hinweise – hier und heute ein kostenfreier Test für Sie.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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