Index-Umstellung: Worauf Sie heute achten sollten…

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Die Indizes in Deutschland werden mit dem heutigen Tag umgestellt. Dies könnte nach Meinung vieler Beobachter zu einigen Verwerfungen am Markt führen, die entweder nach kurzer Zeit keine Rolle mehr spielen oder auch für längerfristige Spuren sorgen könnten. Es ist also wichtig genug, dass Sie die Einzelheiten erfahren sollten.

MDax, SDax und TecDax betroffen

Die Index-Umstellung hinsichtlich der generellen Zusammensetzung betreffen den MDax, den SDax und den TecDax. Künftig wir die Deutsche Börse AG als Betreiber dieser Indizes nach eigenem Willen die Technologie- und die Nicht-Technologie-Aktien nicht mehr trennen. Das wiederum bedeutet in der Praxis, dass erstmalig Unternehmen auf der einen Seite im Dax, MDax oder SDax auftauchen können, zudem aber auch im TecDax. Umgekehrt können TecDax-Werte auch im MDax oder im SDax gelistet sein.

Der MDax und der SDax werden daher jeweils größer, um eine zu große Verschiebung zu vermeiden. Der MDax wird anstatt von 50 Unternehmen künftig 60 enthalten. Der SDax wird gar von 50 Titeln auf 70 aufgestockt.

Das heißt ganz konkret, dass 14 bisherige TecDax-Aktien nun auch im MDax gelistet werden. Der MDax wird indes nur um 10 Unternehmen vergrößert, sodass vier MDax-Werte aus dem Mittelstands-Index in den SDax absteigen. Umgekehrt steigt ein SDax-Unternehmen in den MDax auf: Alstria Office REIT. Daher verabschiedet sich ein weiteres Unternehmen aus dem MDax in den SDax.

SDax nimmt 15 Unternehmen aus dem TecDax auf

Zudem nimmt der SDax weitere 15 Aktien aus dem TecDax auf. Aus dem Dax werden zudem die Werte Deutsche Telekom, Infineon sowie SAP im TecDax platziert. Dementsprechend sind die bislang im TecDax enthaltenen Unternehmen SLM Solutions, Medigene sowie SMA Solar nicht mehr dort vertreten, allerdings künftig im SDax.

Das Ganze wird nun ab Montag, den 24. September, gültig sein. Dabei sehe ich einige Probleme: Die Doppelnotiz einiger Unternehmen im Dax, MDax oder SDax auf der einen Seite und im TecDax auf der anderen Seite kann das „Klumpenrisiko“ für Sie erhöhen, wenn Sie auf ETFs setzen und dabei mehrere Indizes abbilden, um das Risiko zu erhöhen. Plötzlich haben Sie wahrscheinlich mehr Anteile der Deutschen Telekom, von Infineon sowie von SAP im Depot als geahnt.

Zudem geht Ihnen – wahrscheinlich – der Überblick verloren, welche Aktien nun in welchem Index oder in welchen Indizes (doppelt) aufgeführt sind. Gerade dann, wenn Sie auf ETFs setzen, kann dies riskant sein.

Im „Deutschen Wirtschaftsbrief“ habe ich für die nächste Ausgabe einen kostenfreien Abruf-Service geplant, der die Änderungen Aktie für Aktie benennt. Sie können sich den Deutschen Wirtschaftsbrief und damit auch den Abruf-Service ganz einfach kostenfrei sichern: Hier sind Sie dabei – kostenfrei.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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