©

Unglaublich: Wozu der Staat Ihre Depotbank 2021 zwingt…

Ich hatte Ihnen im „Deutschen Wirtschaftsbrief“ und in „Wirtschaft vertraulich“ bereits die monetären Konsequenzen der neuen Steuergesetzgebung zu Verlustverrechnungen benannt. Der Staat wird realisierte Verluste aus Derivaten wie Optionsscheinen oder Zertifikaten nur noch bis zu einer Höhe von 10.000 Euro steuerlich mit Gewinnen des betreffenden Jahres verrechnen lassen. Zudem werden auch Totalverluste mit Aktien nur noch bis zu dieser Grenze anerkannt. Daraus erwächst allerdings ein weiteres, unangenehmes Steuerproblem für Sie als Investor, sofern Sie Optionsscheine oder Zertifikate halten. Wir haben unter anderem auch deshalb eine Petition gegen diese Steuergesetzgebung mitbegründet, an der Sie teilnehmen können: Hier gelangen Sie zu dieser Petition.

Depotbank muss Abgeltungsteuer einbehalten

Wenn Sie also Zertifikate bzw. Optionsscheine im Depot halten und damit Gewinne erwirtschaften, wird die Depotbank im kommenden Jahr die möglichen Verluste zunächst NICHT MEHR mit den Gewinnen verrechnen. Der Gesetzgeber verlangt, dass die Depotbank die Gewinne zunächst mit der Abgeltungsteuer belastet.

Das heißt, um die ohnehin schon reduzierten Möglichkeiten der Verlustverrechnung zu nutzen, müssen Sie mit Ihrer Einkommensteuererklärung dann beantragen, dass diese Verluste mit den Gewinnen verrechnet werden. Das kostet Zeit, Nerven und ggf. auch Geld, wenn Sie irgendetwas nicht angeben.

Die Rechtsprechung zur Abgeltungsteuer in Deutschland allerdings sieht bis dato vor, dass diese Wertveränderungen insgesamt zu erfassen sind. Die Verluste müssen also von Ihrer Deppotbank bis dato mit den Gewinnen verrechnet werden – und diese Technik müsste an sich auch im kommenden Jahr selbst bei einer geänderten Verrechnungshöhe fortgesetzt werden. Die nächste Steuerfalle, die diese Große Koalition unter Führung des Finanzministers Olaf Scholz für Sie aufgestellt hat.

Heimliche Steuereinnahmen

Ich gehe weiterhin davon aus, dass das Argument, hier „Zocker“ abkassieren zu wollen, vorgeschoben ist. Heimlich, still und leise hat der Staat hier eine neue Einnahmequelle entdeckt, die zudem steuersystematisch nicht gedeckt ist. Die Verluste und Gewinne einer Einkunftsart müssen selbstverständlich – steuersystematisch – miteinander verrechnet werden können – unabhängig vom Motiv, das hinter den jeweiligen Einkünften steckt.

Selbst wenn Investoren „zocken“ wollen, unternehmen sie dies nicht in der Absicht, Geld zu verlieren, sondern möglichst viel zu gewinnen. Entsprechende Gewinne werden dann selbstverständlich mit dem Staat geteilt – der allerdings diese Gewinne auch mit den Verluste aus demselben Geschäft verrechnen müsste.

Dass also jetzt auch noch die Depotbanken vorab eingespannt werden, zeigt, dass es hier lediglich um neue Steuereinnahmen geht. Denken Sie daran, wenn Sie ab dem kommenden Jahr Ihre Einkommensteuerklärung aufstellen.

Im Übrigen empfehle ich ohnehin, ausgesprochen substanzstark und sicher zu investieren. Hier finden Sie meine aktuelle Liste – um Rücksetzer wie bei den aktuellen Hype-Aktien zu vermeiden und dennoch überdurchschnittlich viel zu verdienen. Klicken Sie einfach hier.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

PS: Aktien schützen dann und deshalb, wenn die Unternehmen viel Geld verdienen und mit Ihnen in Form von Dividenden teilen. Die Aktien kann der Staat nicht einfach „enteignen“. Auch nicht in einem Crash, der wie oben gezeigt möglich ist. Ihr Vorteil, den Sie sich hier sichern können. Kostenfrei: Einfach klicken.

Kommentare sind nicht erlaubt.