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Wasserstoff, Klima und nachhaltiges Investment – Chancen oder Risiken?

Liebe Leser,

der Boom bei den Wasserstoff-Aktien geht weiter. Unternehmen wie Nel Asa oder ITM Power, Ballard Power usw. schaffen derzeit teils Kursverdopplungen innerhalb weniger Wochen. Auf der einen Seite wollte wohl jeder von uns gerne dabei sein, wenn sich Kapital verdoppelt. Auf der anderen Seite steht die Frage, wie nachhaltig diese Investments – und andere Klima-Investments – sein können?

Boom ohne Geld

Der aktuelle Boom jedenfalls trifft Unternehmen, die noch keine Gewinne erwirtschaften. Powercell Sweden etwa, ein weiteres Unternehmen der Branche, glänzt gerade mit Aufträgen eines italienischen Schiffbau-Unternehmens. Bei Lichte betrachtet darf Powercell aber zunächst nur ein Schiff ausstatten – sozusagen als Testlauf. Noch wird in dieser Branche schlicht viel zu wenig verdient.

Auch Nel Asa produziert immer wieder positive Schlagzeilen. So erhielt das norwegische Unternehmen kürzlich einen Auftrag aus Dänemark – es darf eine Taxi-Flotte versorgen. Der reine Umsatz aus solchen Projekten ist derzeit viel zu gering und wird noch nicht einmal in den kommenden Monaten das Ergebnis beeinflussen. Deshalb ist Vorsicht geboten – wir sprechen von einer klassischen Hype-Branche.

Wenn die Politik ernst macht und alternative Antriebstechnologien fördern möchte, kann es sein, dass einige dieser Konzerne künftig Geld verdienen werden. Wer das sein wird, lässt sich noch nicht ernsthaft abschätzen. Daher würde ich die Finger davon lassen. Auch andere „nachhaltige Investments“ machen mich derzeit stutzig, etwa Branchen-Fonds.

Branchen-Fonds: Oft willkürlich

Die Fondsgesellschaften sitzen dann einfach zusammen und stellen relativ willkürlich einen ganzen Kranz von Unternehmen zusammen, die von dem neuen Hype profitieren sollen. Dies sind dann oftmals Versorger, solche Unternehmen wie oben beschrieben oder – ganz anders – Konzerne, die einfach nur nachhaltig produzieren.

Ein buntes Gemisch, das bis dato nicht verraten kann, wie damit nachhaltig Gewinne erzeugt werden. Investoren wie Warren Buffett und andere Value-Anleger sehen sich einzelne Unternehmen an und fragen sich, wo der nachhaltige besondere kaufmännische Mehrwert liegt. Und sie analysieren, ob diese Unternehmen sich mit „Burggräben“ gegen die Konkurrenz dauerhaft schützen können. Schließlich suchen diese Investoren nach einem Signal dafür, dass der Markt sich bei der Berechnung des Kurswertes geirrt hat. Die Aktien, die solche Investoren kaufen, sind oftmals bezogen auf die künftigen Geldzuflüsse zu günstig.

Nachhaltigkeits-Unternehmen, wie ich sie oben skizziert habe oder wild zusammengestellte Fonds kennen genau diese Kriterien nicht. Sie investieren in Hoffnung und nicht in berechenbare Geld- und Vermögenszuwächse. Das kann gut gehen – in der Regel jedoch fallen gerade viele private Anleger langfristig damit herein. Meine Empfehlung bleibt: Setzen Sie auf Unternehmen, die nachhaltig Geld verdienen – über Jahrzehnte. Sehen Sie sich meine Liste dazu an – einfach hier klicken.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

PS: Aktien schützen dann und deshalb, wenn die Unternehmen viel Geld verdienen und mit Ihnen in Form von Dividenden teilen. Die Aktien kann der Staat nicht einfach „enteignen“. Auch nicht in einem Crash, der wie oben gezeigt möglich ist. Ihr Vorteil, den Sie sich hier sichern können. Kostenfrei: Einfach klicken.

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