Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg steigt voraussichtlich ab Oktober auf 5 %

Mit der neuen rot-grünen Regierung aus Kretschmann und Schmid wird sich im Schwabendländle auch einiges ändern. Die Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg auf 5% zu erhöhen, war neben der Reformierung des Schulsystems und dem Ausbau der Kindkrippen eines der Top-Themen schon bei den ersten Koalitionsverhandlungen.

Die Erhöhung der Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg um 1,5 % soll die Kosten für den Ausbau der Kinderkrippen tragen. Finanzminister Nils Schmidt rechnet mit Mehreinnahmen in Höhe von jährlich 350 Millionen Euro.

Ab Oktober soll die Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg auf 5% steigen.

Ab Oktober soll die Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg auf 5% steigen.

Inkrafttreten der Erhöhung frühestens im Oktober 2011

Betroffen von der Erhöhung der Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg sind Rechtsvorgänge, die sich auf im Land Baden-Württemberg gelegene Grundstücke beziehen.

Laut einer Pressemitteilung der Bundesregierung in Baden-Württemberg wird ein  entsprechender Gesetzesentwurf zunächst den Kommunen zur Anhörung zugeleitet. Die Gesetzesänderung tritt dann frühestens im Oktober in Kraft. Grundstücksgeschäfte, die noch im September abgeschlossen werden, sind daher nicht mehr betroffen.

Von Seiten der CDU wurden die rot-grünen Pläne im Schwabendländle kritisiert. CDU-Generalsekretär Thomas Strobl wirft der Regierung Ideenlosigkeit vor. Der Kurs sei noch schlimmer, als anfangs angekündigt und den Bürgerinnen und Bürgern wird nur noch tiefer in die Tasche gegriffen.

Höherer Spitzensteuersatz soll den Rest erledigen

Den Ausfall der Studiengebühren versucht die Regierung durch Umschichtungen im Haushalt aufzufangen. Aber die Landesregierung will sich auch in Berlin für einen höheren Spitzensteuersatz einsetzen.

Fünf Länder in Deutschland haben bis zum Ende des Jahres 5 % Grunderwerbsteuer

Auch in Rheinland-Pfalz hat sich die Regierung auf eine Erhöhung um 1,5 % auf 5 % Grunderwerbsteuer geeinigt. Auch hier wird die Maßnahme voraussichtlich bis spätestens Ende des Jahres umgesetzt werden. Mit Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gibt es in Deutschland dann insgesamt fünf Länder, die 5 % auf Immobilienkäufe erheben. Neben Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg liegt die Steuer in Brandenburg, Schleswig-Holstein und Thüringen bei 5%. Ziel der Erhöhungen ist eine geringere Neuverschuldung der entsprechenden Länder. Die einzigen Bundesländer, die auf 3,5 % bleiben, sind Hessen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern.

Tipp: Die Grunderwerbsteuer wird auch bei Anteilsvereinigungen fällig. Die dort ausgelöste Steuer fällt unter sofort abzugsfähige Betriebsausgaben.

Wir halten Sie auf dem Laufenden, sobald es neue Bewegungen beim Thema Grunderwerbsteuer gibt und die Umsetzung in den einzelnen Ländern erfolgt ist.

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