„So wahr mir Gott helfe“ – Merkel-Regierung darf gegen uns losregieren…

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Heute ist die Wahl der Kanzlerin und all der Minister, die nachher die Regierung stellen. Ich will Sie weder auffordern, eine Partei zu wählen – beim nächsten Mal – oder eine andere nicht zu wählen. Allerdings sind die Konsequenzen des heutigen Treffens und der heutigen Wahl im Deutschen Bundestag beträchtlich. Es wird eine Koalition gewählt, die keine Mehrheit hat. Die aber gleichzeitig in unsere Taschen greifen wird.

Pläne I

So möchte die Regierung die Wohnungsnot in Deutschland bekämpfen. Mir fielen da Investitionshilfen ein. Erleichterungen bei der Instandsetzung oder bei der Sanierung von Gebäuden. Hilfen gegen den Staat, wenn der Sie als Anwohner in die Finanzierung öffentlicher Maßnahmen einbindet. Oder weniger Steuern auf die Energie, die ja auch für ein solches Haus wichtig ist.

Diese Maßnahmen werden nicht kommen. Sie müssen sich auf höhere Grundsteuern einstellen, so lautet die Botschaft tatsächlich. Und auf eine Mietbremse, die Erhöhungen bei Neuvermietungen auch auf dem Land verhindern soll. Die Regierung gängelt noch mehr als die bisherigen Regierungen. Zudem tritt sie mit Neubauten in Konkurrenz zum freien Markt. Finanziert durch Steuergelder. Also Ihr Geld. Der Staat benötigt nun mehr davon.

Die Grunderwerbsteuer, die stets sinken sollte (so die Verlautbarungen der vergangenen Monate) wird meines Erachtens nirgends sinken. Sie bleibt. Die Grundsteuer, wie wir bereits im „Deutschen Wirtschaftsbrief“ beschrieben hatten, wird mit hoher Sicherheit steigen – für die meisten von uns. Die Gebühren der Kommunen, die Müllgebühren etwa, sie werden klettern.

Rahmenbedingungen verschlechtern sich

Zudem aber hat der Staat, in diesem Fall der Staatenverbund, die Zinsschraube nach unten schlicht überdreht. Die Niedrigzinsen werden zur Gefahr für die Volkswirtschaft – in diesem Fall besonders solcher Institutionen wie Lebensversicherungsgesellschaften. Die haben kein Geld mehr, um die versprochenen Garantiezinsen auszuzahlen, die Altverträge noch bieten.

Das heißt, die Zinsen müssen steigen – und sie werden steigen. Damit aber wird die Nachfrage nach Baudarlehen nach und nach geringer, sodass auch die Immobilienpreise wieder sinken werden. Der Prozess wird Jahre dauern. Nur: Schon heute hat der Staat die Grundlage dafür gelegt, dass viele Bürger mit zu günstigem Geld hohe Preise beim Kauf älterer Häuser bzw. beim Bau von neuen Häusern zahlen.

Die Überraschung folgt erst in einigen Jahren, wenn die Preise zumindest nicht mehr steigen werden. Das wiederum bedeutet dann auch für Vermieter, dass die Mieten teils nicht so hoch ausfallen, wie sie jetzt eingeplant werden. Die Rechnung kommt. Wir werden nicht müde, auch angesichts der Regierungswahl in Berlin zahlreiche Fallen und Chancen für Sie zu suchen und Woche für Woche klar zu benennen. Gleich in der kommenden Ausgabe, die Sie hier kostenfrei beziehen können. Denn jetzt wird es noch wichtiger, sich gegen diese Regierung zu schützen.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

P.S. Jamaika ist Geschichte. Die GroKo kommt. Seit kurzem fast schon offiziell. Jetzt haben viele Angst um die Stärke der Finanzmärte, um die Börsen. Dennoch: Es gibt zu allen Zeiten Unternehmen, die Gewinne erwirtschaften. Die Liste mit meiner Gewinn-Garanten für 2018 finden Sie HIER