Forderungsmanagement Teil 1 – Das ist zu tun bei schlechter Zahlungsmoral

Bei schlechter Zahlungsmoral Ihrer Kunden ist das richtige Forderungsmanagement gefragt. Viele Unternehmer verlassen sich darauf, dass ihre Kunden die Rechnungen von sich aus zahlen. Doch das ist ein Fehler: Erfolgreichen Unternehmen machen schlecht zahlende Kunden Ärger, Unternehmen in der Krise brechen Sie womöglich das Genick.

7 Schritte gegen die schlechte Zahlungsmoral Ihrer Kunden

Weil Kunden mit schlechter Zahlungsmoral für Ihr Unternehmen lebensbedrohlich werden könnten, sollten Sie sich nicht einfach darauf verlassen, dass Ihre Kunden die Rechnungen zahlen. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie spielend leicht dafür sorgen, dass es zu einem zügigen Zahlungseingang kommt. Sie brauchen nur das richtige Forderungsmanagement. In diesem ersten Teil zum Thema Forderungsmanagement stellen wir Ihnen 3 von 7 bewährten Schritte vor.

1. Zahlungsverzögerungen durch klare Absprachen verhindern

Damit Ihr Kunde Sie nicht in seinen Prioritäten hinten anstellt, sollten Sie ihm von Anfang an klar machen: Sie erwarten eine pünktliche Zahlung. Sprechen Sie von Beginn an offen über den Preis für Ihre Leistung oder Lieferung. Ihre konkreten Vorstellungen zur Zahlungen sollten Sie direkt formulieren. Das sind zum Beispiel die Höhe des Betrages, die Zahlungsfrist und die Bezahlart. Indem Sie von Anfang an alle Rahmenbedingungen klären, machen Sie Ihrem Kunden deutlich, dass Ihnen eine professionelle Abwicklung wichtig ist. Die getroffenen Vereinbarungen sollten Sie in einer Auftragsbestätigung festhalten. Durch diese Vorkehrungen ist der Kunde von vornherein bestens darüber informiert, welche Zahlungen auf ihn zukommen.

2. Vorauskasse der Anzahlungen als Ziel bei Verhandlungen 

Mit dem richtigen Forderungsmanagement kommen Sie schneller an Ihr Geld!

Mit dem richtigen Forderungsmanagement kommen Sie schneller an Ihr Geld!

Versuchen Sie Vorauskasse oder eine Anzahlungen mit Ihrem Kunden zu vereinbaren, wenn Sie mit ihm über die Zahlungskonditionen sprechen. Gerade wenn Sie in Vorleistung gehen, ist es ratsam, sich eine Anzahlung des Kunden zu sichern. Vorauskasse lässt sich meistens nur durchsetzen, wenn es branchenüblich ist. Zum Beispiel im Online-Handel.

Das Einverständnis Ihres Kunden können Sie sich mithilfe einer Detailfrage einholen. Diese könnte zum Beispiel so lauten:

„Die Anzahlung beträgt x %. Ich runde das jetzt mal auf x € auf. Sind Sie damit einverstanden?“

3. Lassen Sie sich eine Einzugsermächtigung erteilen

Kombinieren Sie die Frage nach der Einzugsermächtigung mit Schritt 1. Wenn Sie mit Ihrem Kunden über die Zahlungsbedingungen sprechen, können Sie zum Beispiel diese Frage ganz leicht einbauen: „Wie möchten Sie nach Abschluss der Leistung oder bei Lieferung bezahlen? Bar oder bequem und sicher per Einzugsermächtigung?“.

Eine Einzugsermächtigung können Sie sich mündlich oder schriftlich erteilen lassen. Hilfreich ist ein vorgefertigtes Formular. Darin sollte folgendes enthalten sein:

  • Name des Adressaten
  • eine Erklärung zur Einzugsermächtigung
  • Name des Kontoinhabers
  • Bankleitzahl
  • Name der Bank
  • Datum und Unterschrift

Generell sind Sie mit der Einzugsermächtigung auf der sicheren Seite. Das einzige Risiko: Der Kunde könnte die Abbuchung verweigern oder seine Bank veranlassen das Geld wieder zurück zu überweisen. Allerdings überwiegt der große Vorteil, dass Sie bei der Einzugsermächtigung bestimmen können, wann die Zahlung erfolgt.

Bilderquelle: © Gina Sanders – Fotolia.com

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