Mit Factoring die Liquidität im Unternehmen verbessern

Die Factoring die eigene Liquidität sichern

Für kleine und mittlere Unternehmen, kurz KMU, ist eine ausreichende Liquidität oft auch eine Existenzfrage.

Dabei kann es trotz einer guten Auftragslage schnell zu Engpässen kommen.

Das Factoring von Forderungen gegenüber Kunden kann dabei Abhilfe schaffen.

 

Mit Zahlungszielen für Ihre Kunden werden Sie zum Kreditgeber

Als Unternehmer haben Sie sicher nichts gegen volle Auftragsbücher.

Was Ihnen dabei nicht in den Sinn kommen würde: Wenn Sie Ihrem Kunden nach der Lieferung der Ware ein Zahlungsziel einräumen, geben Sie Ihrem Kunden automatisch einen unverzinslichen Kredit.

Viele Unternehmer nehmen diesen Sachverhalt billigend in Kauf. Schließlich sind ein gutes Verhältnis zum Kunden und auch ein wenig Kulanz immer noch wichtige Säulen des Geschäftes.

Dies gilt vor allem im Mittelstand, wo viele Betrieb mit relativ wenigen, dafür aber umsatzstarken Kunden arbeiten.

 

Die eigene Liquidität wird belastet

Ihr eigenes Problem: Wenn Sie Ihrem Kunden einen Kredit einräumen, wird Ihre eigene Liquidität belastet. Denn:

  • Sie sind bei der Anschaffung der Rohmaterialien in Vorleistung gegangen
  • Sie hatten die Produktionskosten zu tragen und
  • Sie müssen die Zeit bis zur Bezahlung zwischenfinanzieren

Letzteres geschieht normalerweise aus den eigenen finanziellen Betriebsmitteln. Doch kann es auch durchaus sein, dass Sie selbst Finanzierungen wie beispielsweise eine Kontokorrent-Kreditlinie bei der Hausbank in Anspruch nehmen müssen.

 

Mit Factoring Liquidität sichern

Um die negativen Folgen eines eingeräumten Zahlungsziels für Ihre Kunden aufzufangen, bietet sich das Factoring der Forderungen an.

Dabei verkaufen Sie offene Forderungen an einen so genannten Factor, also einen Anbieter von Factoring-Geschäften.

Dabei handelt es sich um einen Finanzdienstleister. Auf diesem Markt gibt es sowohl unabhängige Anbieter als auch Tochterunternehmen der bekannten Großbanken.

Der Factor zahlt Ihnen beim Ankauf üblicherweise 90% der Forderungssumme sofort aus. Der Rest des Forderungsbetrages wird so lange zurückgehalten, bis Ihr Kunde gezahlt hat.

Der Factor selbst verdient bei diesem Geschäft an der Factoring-Gebühr und berechneten Zinsen für die zur Verfügung gestellte Liquidität.

 

Factoring kostet, ist aber nützlich

Es gibt das Factoring also nicht zum Nulltarif. Dennoch werden in der Regel die zu bezahlenden Gebühren und Zinsen durch die Vorteile aufgewogen.

Die 5 wichtigsten Vorteile des Factorings:

  1. Die Liquidität steht sofort zur Verfügung
  2. Es ist eine bessere Finanzplanung möglich
  3. Das Ausfallrisiko wird durch den Factor übernommen
  4. Die Bilanzstruktur wird verbessert
  5. Die eigene Buchhaltung wird entlastet, weil das Forderungsmanagement ausgelagert wird

Gerade der Punkt Verbesserung der Bilanzstruktur ist nicht zu unterschätzen. Denn durch den Forderungsverkauf nehmen die mit einem entsprechenden Ausfallrisiko behafteten Aktiva in der Bilanz ab.

Dadurch verbessern sich dann auch die jeweiligen Bilanzkennzahlen. Ein wichtiges Argument, wenn Sie selbst auch bei der Bank über Kreditfinanzierungen sprechen wollen.

 

Lassen Sie im Bedarfsfall Ihre Forderungen überprüfen

In der Praxis stellt der Factor meist sehr konkrete Anforderungen an die angebotenen Forderungen. Was auch nicht wundert, da er ja durch den Ankauf das Ausfallrisiko übernimmt.

Meist werden gesonderte Bedingungen an das Alter der Forderungen oder an die Bonität des Kunden gestellt.

Davon sollten Sie sich aber nicht abschrecken lassen. Denn mit Factoring steht Ihnen insgesamt ein flexibles Instrument zur Verfügung, um möglichen Engpässen in der Liquidität aus dem Weg zu gehen.

Mit besten Grüßen

Carsten Müller
Chefredakteur: „Wirtschaft-vertraulich“ und „www.deutscher-wirtschaftsbrief.de“

Bildnachweis: Gevestor

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