Promotion als Verkaufsförderung funktioniert nicht immer!

Ob im Supermarkt, an der Tankstelle oder auch an einem öffentlichen Event – hier bietet sich Promotion als Verkaufsförderung für Unternehmen an, um auf ihr Produkt aufmerksam zu machen. Zunächst hört es sich ja auch durchaus überzeugend an, junge attraktive Menschen dafür einzusetzen, um das Produkt an den Mann zu bringen. Aber es gibt auch Tücken!

Promotion als Verkaufsförderung - Achtung vor ärgerlichen Fehlern.

Promotion als Verkaufsförderung - Achtung vor ärgerlichen Fehlern.

Promotion als Verkaufsförderung oder ein Imageschädling?

Ob Automobilhersteller, Versicherer oder auch Radiosender – für fast jeden bietet es sich an, mit gut geplanten Promoaktionen für seine Produkte zu werben. Das erklärte Ziel von Promotion-Einsätzen ist vorallem die Imageförderung, die sich dann im Umkehrschluss in höheren Abverkäufen niederschlagen soll. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten können Sie durch den Einsatz eines Promoters Ihre Marke stärken und die Vorteile Ihres Angebots besser vermitteln.

Doch Vorsicht: Promotion als Verkaufsförderung sollte nicht aufdringlich sein. Achten Sie darauf, dass die Produkte nicht zu aggressiv angeboten werden und sich Konsumenten nahezu genötigt gefühlt haben,  zum Beispiel Mitglied Ihrer Organisation zu werden.

Tipp: Suchen Sie sich eine seriöse Agentur, die für die Vermittlung zuverlässiger Promoter bekannt ist. Oder Sie suchen sich selbst junge Leute, die Interesse daran haben,  Promotionaktionen für Sie durchzuführen. So gehen Sie sicher, dass die Promoter auch zuverlässig und seriös sind.

Wer negativ auffällt, schadet seinem Image

Wie sich Promotion alles andere als verkaufsfördernd auswirken kann, zeigt ein aktueller Fall, der durch die Presse geht. „Gelbe Engel“ werben blaue Festivalbesucher. S0 berichtete zum Beispiel der WDR-Jugendsender 1LIVE über eine Promotion-Aktion des ADAC. Während eines Festivals in Bochum sollen die Promoter des ADAC gezielt Betrunkene angesprochen haben, um mit möglichst geringem Widerstand neue Mitgliedschaften zu gewinnen.

Im Interview mit 1LIVE bestreitet ADAC-Sprecher Peter Meintz die Vorwürfe nicht: „Wir sind nicht so blauäugig und sagen: ‚Das hat so nicht stattgefunden‘. Wir wissen, dass es Leute gibt, die über die Stränge schlagen und da kann auch mal einer dabei sein, der für den ADAC arbeitet.“

Auch wenn die Promotion-Aktion kein Vorbild sein sollte, die Reaktion des ADAC ist es: ADAC-Sprecher Meintz reagierte sehr professionell und transparent. Er betonte ebenfalls im Interview, dass Betroffene sich melden können und deren Verträge sofort storniert würden.

Was Sie aus dem ADAC-Fall lernen können

Die ADAC-Promotion-Aktion zeigt: Wenn Sie Promotion als Verkaufsförderung erfolgreich einsetzen möchten, sollten Sie streng kontrollieren, ob sich die Promoter an Ihre  Regeln halten. Die Regel, dass Betrunkene nicht angesprochen werden dürfen, wurde im Beispiel-Fall schlichtweg übergangen.

Der mögliche Grund: Die ADAC-Promoter wurden auf Provisionsbasis bezahlt. Wer die meisten Unterschriften bringt, verdient entsprechend. Wenn Sie beim Einsatz von Promotern mit festen Stundensätzen arbeiten, können Sie dem Fall vorbeugen, dass übersteigerter Ehrgeiz am Ende Ihrem Image schadet. Damit Sie den jungen Leuten ihren Ehrgeiz trotzdem nicht nehmen, sollte der Stundensatz nicht zu niedrig ausfallen..

Über Redaktion deutscher-wirtschaftsbrief.de

keine Kommentare...