Dr. Erhard Liemen und sein Redaktionsalltag

Dr. Erhard Liemen im Interview über seine Tätigkeit als Chefredakteur.

Hier können Sie Inhalt des Videos noch einmal nachlesen: 

Vor über 15 Jahren kam Dr. Erhard Liemen als Chefredakteur zum Verlag für die Deutsche Wirtschaft. Seitdem steht er seinen Lesern mit seiner vorausschauenden Beratung wöchentlich zur Seite. Weil seine Prognosen und Einschätzungen sehr treffsicher sind, hat er sich über die Jahre ein tiefes Vertrauen bei seinen Lesern erarbeitet. Im Interview mit dem deutscher-wirtschaftsbrief.de-Redaktionsteam hat er uns selbst davon erzählt, wie er zu einer wichtigen Instanz für seine Leser wurde.

Sabrina Behrens: Herr Dr. Liemen, Sie sind jetzt seit über 15 Jahren Chefredakteur des Deutschen Wirtschaftsbriefs. Wie kam’s damals dazu?

Dr. Erhard Liemen: Es war 1975 im Frühling, als an einem Sonntagabend das Telefon klingelte. Am Telefon war Norman Rentrop, der auf sogenannte Newsletter setzen wollte, bislang aber noch nichts damit zu tun hatte. Er wusste aber, dass ich seit langer Zeit mit diesem Medium arbeitete. Und dieses Know-How wollte er sich sichern.

Sabrina Behrens: Was hatte Herr Rentrop denn genau mit Ihrem Know-How vor?

Dr. Erhard Liemen: Er wollte einen Newsletter initiieren. Und es hat sich zurückblickend für alle Seiten gelohnt. Denn entstanden ist damals der Deutsche Wirtschaftsbrief udn dieser besteht nur seit über 15 Jahren.

Sabrina Behrens: Warum ist denn Ihr Newsletter – Der Deutsche Wirtschaftsbrief – schon so lange eine wichtige Ergänzung zu Beratern?

Dr. Erhard Liemen: Ein guter Newsletter bietet konkrete Lebenshilfe. Das wird der entscheidende Punkt sein. Jemand, der auf Berater zurückgreift, nutzt das Know-How von Spezialisten. Spezialisten haben aber den Nachteil, dass sie nicht über den Tellerrand blicken können. Und genau das ist die Stärke eines Newsletters, denn ein guter Redakteur identifiziert sich mit den Sorgen und Nöten der Leser.

Sabrina Behrens: Sie sind für den Leser also eine Art zweite Instanz. Woher kommt in Ihrem Fall dieses tiefe Vertrauen?

Dr. Erhard Liemen: Das habe ich mir sehr wahrscheinlich erarbeitet.  Seit über 15 Jahren stelle ich mich den Lesern in jeder Woche. Über Jahre hinweg können die Leser nachverfolgen, was ich geschrieben habe. Meine Prognosen sind in den meisten Fällen zugetroffen. Und eine Sache, die die Leser auch sehr schätzen, sind die Warnhinweise.

Sabrina Behrens: Besteht die Möglichkeit für die Leser, auch über die schriftliche Beratung hinaus zu Ihnen Kontakt aufzunehmen?

Dr. Erhard Liemen: Ja, jeder Leser hat die Möglichkeit mich jederzeit während meiner Bürostunden anzurufen. Ich versuche Anfragen so schnell es geht zu beantworten und mir die Zeit zu nehmen, die bleibt!

Sabrina Behrens: Und wie sieht ein Tag bei Ihnen nach getaner Arbeiter aus?

Dr. Erhard Liemen: Wenn ich das Büro abschließe, sollte alles erledigt sein. Dann fahre ich nach Hause – das sind zirka 10 Minuten. Ich wohne in einem Vorort von Detmold direkt am Wald. Und dann sitzt zu Hause schon mein Hund und lauert darauf, dass wir in den Wald gehen. Das machen wir jeden Abend – egal, wie das Wetter. Das muss sein, um Abstand zu gewinnen..

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