Ausweitung des EFSF – Herabstufung für Spanien – Streik in Griechenland

Die Nachrichten um die Schuldenkrise häufen sich wie die Müllberge des streikenden Griechelands.Spanien wird zum dritten Mal in seiner Bonität herabgestuft und der Rettungsschirm EFSF soll mit einem Hebel auf bis zu eine Billionen ausgeweitet werden. Die Fakten im Überblick und die Folgen für Sie!

Streik in Griechenland

In Griechland häufen sich die Müllberge, in Spanien die Herabstufungen und der EFSF soll auf eine Billionen € ausgeweitet werden können.

In Griechland häufen sich die Müllberge, in Spanien die Herabstufungen und der EFSF soll auf eine Billionen € ausgeweitet werden können.

Auf der Straße häufen sich die Müllberge und trotz Warnungen vor Seuchen, gibt es in Griechenland keine Bewegung. Griechenland streikt. Die Arbeitsplätze egal wo sind alle wie leergefegt. Fluglotzen starteten die Streikwelle. Im griechischen Luftraum geht nichts mehr.

Die Gewerkschaften wollen aus Protest gegen weitere harte Sparmaßnahmen das Land so gut wie lahm legen und damit ihre Kritik zum Ausdruck bringen.  Ministerien und staatliche Unternehmen sowie viele Banken, Apotheken, Tankstellen, Geschäfte und Bäckereien sollen bestreikt werden. Die Ärzte in Krankenhäusern behandeln nur Notfälle.

Spanien wird zum wiederholten Male abgestuft

Aus Spanien kommen weitere Unruhen in der Schuldenkrise: Nachdem Spanien Anfang Oktober von den Rating-Agenturen Fitch und Standard & Poor’s herabgestuft wurde, hat nun auch Moody’s, Spanien  gleich um zwei Stufen in seiner Bonität heruntergestuft. Das Land leide unter hohen Schulden von Banken und Unternehmen. Außerdem sei die Wirtschaft von der Euro-Krise stark belastet. Der Ausblick für Spanien ist laut Moody’s negativ. Eine weitere Abstufung ist also nicht ausgeschlossen. Auch für Frankreich meldete Moody’s Zweifel an seiner Bestnote an.

Als Begründung für die Herabstufung nannte die Ratingagentur die Anfälligkeit des Landes und die bisher ausgebliebenen Lösungsansätze für die Krise.

Hebel soll Rettungsschirm auf bis zu eine Billionen € ausweiten können

In den Diskussionen um die Schuldenkrise hat sich Finanzminister Schäuble zum ersten Mal über eine Billionen-Versicherung für den EFSF geäußert. Laut Financial Times Deutschland äußerte sich der Minister über eine Hebelung des Fonds auf maximal eine Billionen Euro. Dieser Hebel soll durch eine in den EFSF-Richtlinien verankerte Versicherung für Staatsanleihen kriselnder Eurostaaten ermöglicht werden. Allerdings soll Deutschlands Haftungsobergrenze von 211 Milliarden Euro, die es für den Rettungsfond garantiert, nicht überschreiten.

Deutschland bürgt mit größter Summe für Schuldenkrise – eine Betrachtung

Wegen dieser Grenze fühlen sich die deutschen Steuerzahler besonders stark betroffen. Doch wir können Sie ein wenig beruhigen. Natürlich wirkt es in der ersten Betrachtung sehr viel, wenn man sieht, dass Deutschland mit 211 Mrd. € bürgt. Österreich hingegen nur mit 22 Mrd. € und Luxemburg sogar nur mit 2 Mrd €.

Um einen realistischen Vergleich anzustellen, bedarf es aber der Einbeziehung von Bevölkerungsgröße und Wirtschaftskraft. Dann kommt man zu einem beruhigenden Ergebnis: Legt man die Haftungssumme pro Kopf um, liegt Deutschland im Mittelfeld.

Im Rahmen des derzeitigen Euro-Rettungsschirms haftet umgerechnet jeder Deutsche mit 2.580 €. Auf Italiener und Spanier kommt jeweils eine Last von 2.320 € und 2.020 €. Die Österreicher bürgen mit 2.590 € pro Bürger. Die höchste Summe kommt auf die Luxemburger zu! Hier muss jeder Einwohner für 3.970 € geradestehen. Dort sitzen also die wahren Zahlmeister.

Bilderquelle: © Stefan Merkle – Fotolia.com

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