Griechenland-Pleite unvermeidlich: Deutschland wappnet sich, Sie sich auch?

Die Schuldenkrise und die Sorgen um Griechenland scheinen kein Ende zu finden. Die EU-Finanzminister vertagten die nächste Hilfstranche von 8 Milliarden Euro. Doch selbst wenn Griechenland diese bis Ende November erhält, ist eine Pleite nur bis Mitte Januar verhindert.

Deutschland wappnet sich gegen die Ausmaße einer möglichen Griechenland-Pleite.

Deutschland wappnet sich gegen die Ausmaße einer möglichen Griechenland-Pleite.

Noch bis Ende dieses Jahres könnte ein Schuldenschnitt kommen. Die Banken in Deutschland könnten die Reduzierung der Rückzahlungsbeträge um 50% womöglich gerade so verkraften.

Deutschland wappnet sich vor Griechenland-Pleite

Um sich vor der Griechenland-Pleite zu wappnen, soll im Bundeshaushalt ein Finanzpolster geschaffen werden. Im Falle einer Pleite, deren Folgen große Löcher im deutschen Haushalt wären, möchte sich der Bund so schützen, mit in den Schuldensumpf gezogen zu werden.

Angst vor nächster Bankenkrise

Die Angst vor einer neuen Bankenkrise macht sich spürbar breit. Die europäischen Banken geraten immer stärker in den Strudel der EU-Schuldenkrise. Deutlich wird das besonders an den Preisen für Kreditausfallversicherungen. Diese sind bedenklich angestiegen

Grund ist die Angst im europäischen Bankensektor, dass Institute erhebliche Probleme bekommen. Deshalb werden Kreditausfallversicherungen immer teurer. Immer neue Negativnachrichten trieben den iTraxx auf teilweise 650 Basispunkte. Nach der Lehman-Pleite lag er bei 400 Basispunkten.

Die Ausmaße eines solchen Anstiegs: Mit jedem Basispunkt steigt der Preis eines Zehn-Millionen-Euro-Kredits um 1000 Euro.

Die Turbulenzen an den Europäischen Finanzmärkten trafen zuletzt die französisch-belgische Bank Dexia. Durch offensichtliche Liquiditätsprobleme drohte ihr die Herabstufung durch die Rating-Agentur Moody’s. Daraufhin brach der Börsenkurs des Instituts bis zu 40% ein. Die belgische Regierung will die Liquiditätsprobleme mit der Einrichtung einer Bad Bank lösen.

 

Selbst die Deutsche Bank, Branchenprimus in Deutschland, bleibt von den Turbulenzen durch die Schuldenkrise nicht verschont. Der geplante Rekordgewinn wird in diesem Jahr nicht zu erreichen sein, wie Vorstandschef Josef Ackermann am Dienstag, den 04.10.2011 bekannt gab. Sogar von Stellenstreichung ist die Rede. Auch hier war ein Schock in den Börsen direkt spürbar: Die Aktie sackte sofort ab.

Wappnen Sie sich vor einer drohenden Griechenland-Pleite

Schon seit Monaten scheint die europäische Schuldenkrise kein Ende zu finden. Immer weiter wird Geld in die Pleitestaaten gepumpt und der Rettungsschirm dafür ausgebaut.

Die Löcher, die durch eine Griechenland-Pleite im Bundeshaushalt gestopft werden müssen, zahlen am Ende womöglich die Steuerzahler. Deshalb empfehlen wir Ihnen: Schützen Sie Ihr Geld und schauen Sie sich das Debakel nicht noch länger mit an.

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Bilderquelle: © Stefan Merkle – Fotolia.com

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