Abschaffung des Ehegatten-Splittings wäre eine Steuererhöhung

Das Ehegatten-Splitting ist nach Dr. Erhard Liemen nicht ein „Splitting-Vorteil“, sondern ein Instrument, eine steuerliche Diskriminierung auszugleichen. Die Abschaffung des Splittings käme einer Steuererhöhung gleich, die besonders Familien belasten würde.

SPD, Grüne oder Die Linke behaupten, dass das Ehegatten-Splitting schon lange nicht mehr zeitgemäß sei. Die „taz“ ging sogar so weit, das Ganze als eine von den Nazis erfundene „Herd-Prämie“ zu titulieren. Immer wieder ist dabei vom „Splitting-Vorteil“ die Rede, obwohl dabei tatsächlich ein Nachteil ausgeglichen wird.

Ehegatten-Splitting verhindert lediglich steuerliche Diskriminierung

Viele Deutsche wissen gar nicht, dass ihre Einkommensteuer bei besseren Einkünften überproportional steigt. Je stärker der Einkommensunterschied der Paare ist, umso höher wird die Mehrbelastung für Familien. Das Ehegatten-Splitting erlaubt es, die Steuer so zu berechnen, als ob beide gleich viel zum Einkommen beitrügen. Nur dank des Splittings wird eine massive steuerliche Diskriminierung verhindert.

Abschaffung des Ehegatten-Splittings ist in Wirklichkeit eine versteckte Steuererhöhung.

Über 18 Millionen Ehepaare in Deutschland sollten wissen, worum es bei der Debatte tatsächlich geht. Die Abschaffung läuft auf eine Steuererhöhung durch die Hintertür hinaus und benachteiligt Familien. Die Zerstörung der traditionellen Versorgungsgemeinschaft ist für manche ein erwünschter Nebeneffekt.

(Der Deutsche Wirtschaftsbrief 10/2011)

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