Offenlegung von Provisionen – bei Banken unbeliebt

Nach wie vor mauern die meisten Banken, wenn es um die Offenlegung von Provisionen geht. Verbraucherschützer machten zur Überprüfung dieser These Stichproben in 172 Kreditinstituten.  Diese sollten ihre Provisionen offenlegen.  Die Bereitschaft dazu viel mau aus.

Mehr als die Hälfte der Befragten Institute verweigerte die Offenlegung

Gegen die Offenlegung der Provision sprachen sich mehr als die Hälfte der Institute aus und verweigerte eine Information. Obwohl die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eindeutig ist: Auf Nachfrage müssen Kunden sämtliche Provisionen aus Kommissionsgeschäften offenbart werden.

Die Tricks der Banken, um die Offenlegung von Provisionen zu umgehen

Die Offenlegung der Provisionen Ihres Kreditinstituts können Sie einfordern.

Die Offenlegung der Provisionen Ihres Kreditinstituts können Sie einfordern.

Banken, die ihren Kunden diese Transparenz verweigern, operieren dabei mit verschiedenen Tricks. Besonders beliebt ist die Masche, das Vorliegen von Kommissionsgeschäften schlichtweg zu bestreiten. Die Fondsanteile, so heißt es dann, seien auf eigene Rechnung von den Kreditinstituten gekauft worden. Der spätere Veräußerungsgewinn sei nicht offenbarungspflichtig.

Andere Institute verweisen auf angebliche Verjährung. Einige behaupten, die Anleger bereits vor dem Kauf der Anteile über die Provisionen informiert zu haben. Und nachträglich dürfe kein Kunde eine erneute Auskunft fordern. Das ist natürlich Unsinn und damit sollten Sie sich nicht abspeisen lassen.

Keine Offenheit bei Provisionen? Wechseln hilft!

Haben Sie mit Ihrer Bank ähnliche Erfahrungen gemacht, qualifiziert sie das nicht gerade als guten Partner. Der Grund liegt auf der Hand: Wer sein Eigeninteresse bei Wertpapierverkäufen nicht offenlegt, könnte etwas zu verbergen haben. Deshalb raten wir Ihnen: Ein Wechsel zu einer auskunftsfreudigeren Bank wäre eine Alternative, der Sie mehr Vertrauen schenken können.

Eine noch bessere Alternative: Sparen Sie sich das Insitut!

Wenn die Institute tricksen können, können Sie das doch schon lange. Deshalb folgender Tipp: Provisionen lassen sich dadurch vermeiden, dass Sie Fonds nicht bei Banken, sondern über die Börse kaufen. Sie können die Anteiele also direkt und ohne Ausgabenaufschlag erwerben.  Die Order- und Börsengebühren sind dabei in der Regel gering: Die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis liegt durchschnittlich bei etwa 0,6 %.

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