Neue Woche: Chancen auf eine technische Erholung

Neue Trendwende?

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“Wirtschaft-vertraulich”:

In der neuen Börsenwoche könnten sich Ihnen interessante Kaufgelegenheiten bieten.

Dies im Rahmen einer erwarteten technischen Erholung der Aktienmärkte. Ein kurzer Blick zurück:

Die Situation an der Börse war in der vergangenen Woche mehr als bescheiden.

 

Was macht die US-Notenbank?

Vor allem eine Sorge trieb die Anleger um: Wenn es mit der konjunkturellen Erholung in Amerika weitergeht, könnte die US-Notenbank Fed ihr Anleihenkaufprogramm drosseln oder einstellen.

Damit würde dem Markt Liquidität entzogen, die bisher investiert wurde.

Als Ergebnis dieser Sorgen kamen alle wichtigen Indizes im Wochenverlauf unter Druck. Doch wurde am Freitag eine Kehrtwende gestartet.

 

Arbeitsmarktdaten sorgen für steigende Kurse

Zu verdanken war dies den veröffentlichten Arbeitsmarktdaten aus Amerika. Zwar zeigten diese, dass weiterhin neue Jobs geschaffen werden.

Doch die Steigerung fiel nicht sehr hoch aus. Die Ängste vor einem schnellen Aus der Fed-Anleihenkäufe scheinen also überzogen.

Das sollte den Märkten auch in der neuen Woche genügend Schwung geben.

 

Charttechnik spricht für Kursgewinne

Speziell für den DAX sollte es kurzfristig bis auf 8.350 Punkte gehen können.

Auf diesem Niveau wartet dann der kurzfristige Abwärtstrend der letzten Tage.

Ob dem Index dann der Durchbruch gelingt, hängt erneut von den kommenden Konjunkturdaten ab.

 

Bessere Konjunkturerwartungen?

Der Euro-Sentix könnte schon heute Schützenhilfe leisten. Hierbei geht es um die Konjunkturerwartungen von Investoren und Analysten.

Zeigt sich hier eine weitere Verbesserung der Stimmung, wäre dies eine gute Unterstützung.

Allerdings sollten Sie selbst nicht zu forsch auf die Käuferseite wechseln.

Denn am Mittwoch gibt es noch die April-Zahlen für die Industrieproduktion in der Euro-Zone. Der April scheint zwar schon weit weg zu sein.

Doch wenn die Zahlen schlecht ausfallen, könnte die erwartete positive Stimmung doch wieder kippen.

 

Denken Sie kurzfristig

Sie sehen, die Lage bleibt schwankungsanfällig. Deshalb sollten Sie alle aktuellen Investments vorerst nur als kurzfristig ansehen und entsprechend absichern.

Im Grunde geht es vor allem um positivere Erwartungen für die zukünftige Konjunkturlage.

Deshalb sollten Sie bei der Branchenauswahl Ihrer Investments den Schwerpunkt mehr auf zyklische Branchen wie Konsum, Industrie und Grundstoffe legen. Sie dürften die erwartete Erholung anführen.

 

Achtung: Das berüchtigte Sommerloch naht

Das bedeutet nicht nur eine deutliche Abnahme des Handelsvolumens. Denn viele Profi-Akteure gehen im Juli/August auch mal in Urlaub.

Damit steigt die Gefahr eher zufälliger Kursschwankungen.

Hinzu kommt: Wenn die Börse mit dem Risiko-Thema Beenden der Anleihenkäufe in das Sommerloch geht, droht ein ernstes Rückschlagspotenzial. Denn bei diesem Thema kann keiner gewinnen.

Außerdem ist das Risiko einer weiteren Verunsicherung hoch.

Also: Kaufen ja, aber einen möglichen schnellen Ausstieg im Kopf behalten.

Mit besten Grüßen

Carsten Müller
Chefredakteur: „Wirtschaft-vertraulich“ und „www.deutscher-wirtschaftsbrief.de“

Bildnachweis: Gevestor

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