Trotz aller Hiobsbotschaften in der Schuldenkrise – behalten Sie bitte die Nerven!

Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit man auf den Nachrichten- und Finanzportalen unterwegs ist, liest man nur schlechte Nachrichten. Die Börsen sind unruhig. Angst und Panik vor einer erneuten Bankenkrise machen sich breit.

Das erste Opfer hat die europäische Schuldenkrise nun schon mit sich gebracht: Die Bankengruppe Dexia wird zerschlagen. Der belgische Teil wird zu 100% verstaatlicht. Außerdem ist eine Bad Bank geplant, über die 90 Milliarden Euro Schulden ausgelagert werden sollen. Dafür erhält Dexia Staatsgarantien von Frankreich, Belgien und Luxemburg.

Die Dexia-Bank ist erstes Opfer der europäischen Schuldenkrise.

Die Dexia-Bank ist erstes Opfer der europäischen Schuldenkrise.

Der Grund für die Dexia-Pleite war die Beteiligung der Bank an der Griechenland-Rettung.

Am Schicksal der Banken-Gruppe wird über kurz oder lang auch die Deutsche Tocher Dexia Kommunalbank Berlin beteiligt sein.

Nervöse Märkte beruhigen sich trotz Versprechungen nicht

Ruhe für die Schuldenkrise sollte noch am Sonntag ein Treffen zwischen Merkel und Sarkozy bringen. Versprechen über eine Einigkeit zum Schutz für Europas Banken sollte die Wogen glätten.

Doch die Gerüchte um einen Schuldenschnitt Griechenlands ebben nicht ab. Die FDP stellt sich auf eine Umschuldung ein. Auch Altkanzler Schröder fordert einen Schuldenschnitt. Dieser hätte auch direkte Folgen für Sie als Steuerzahler. Der Grund: Deutschland hat im Rahmen der internationalen Hilfen Griechenland Notkredite in Milliardenhöhe über die Förderbank KfW gewährt. Ein Schuldenschnitt von 60 Prozent käme aus Sicht von Ökonomen einer Insolvenz Griechenlands gleich.

Diese Nachrichten sind beunruhigend und es ist verständlich, dass man darauf mit Panik reagiert. Fälle, wie die Dexia Bank versetzen Investoren in Angst, ihre Gelder zu verlieren. Doch wir raten Ihnen, jetzt die Nerven zu bewahren.

Dafür gibt es auch ganz klare Gründe.

Wer jetzt die Nerven verliert, läuft Gefahr, einen doppelten Rendite-Killer zum Opfer zu werden. Denn im Moment regieren Angst und Panik die Börse, weshalb viele private Anleger verkaufen. Doch gegen diese Vorgehensweise sprechen schlagkräftige Argumente. Wer jetzt Durchhaltevermögen beweist, verdient alleine über gesparte Handelsgebühren entscheidende Renditepunkte. Wenn Sie vor lauter Panik verkaufen, laufen Sie Gefahr, dass sie bei sinkenden Kursen Gebühren für den Verkauf zahlen. Außerdem kommt es häufig vor, dass Investoren dann später sogar zu höheren Kursen einsteigen, als sie beim Verkauf erzielten. Damit ist der doppelte Rendite-Killer dann durch Panikmache perfekt!

Immer wieder zeigte sich während einer Börsenkrise, dass Angst und Panik die falsche Herangehensweise sind. Egal um welche Krise es sich handelte, Investoren, die Ihre Aktien hielten, konnten nach etwas Geduld wieder Gewinne realisieren.  Deshalb noch einmal der Appell an Sie: Behalten Sie die Nerven – trotz täglich schlechter Nachrichten.

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Bilderquelle: © Kautz 15 – Fotolia.com

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