Grundsteuererhöhung: Wie teuer es für Sie wirklich wird…

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Sie haben es vielleicht den Nachrichten entnommen, dass das Bundesverfassungsgericht nun die Grundsteuer unter die Lupe genommen hat. Die zugrunde gelegten Einheitswerte sind – im Westen – aus den 60er Jahren, in den „neuen Ländern“ sogar aus den 30er Jahren. Dies hat unter anderem zu Verzerrungen bei der Bewertung von Altbauten zu jüngeren Bauten geführt.

Kostenexplosion?

Das Gericht hat bereits wissen lassen, dass es an der Rechtmäßigkeit der Regelung „zweifeln“ würde. Experten gehen davon aus, dass die Grundsteuer in der jetzigen Fassung kippt und von der Politik neu geregelt werden müsse. Das kann Jahre dauern.

Nur: Es kann richtig teuer werden. Hamburg war mit der bis dato vorgeschlagenen Reform nicht einverstanden. Deren Finanzsenator mahnte erneut: Wenn die Reform dazu führe, dass die derzeitigen Marktwerte der Immobilien zugrunde gelegt werden, dann würde es richtig teuer werden.

Denn betroffen sind natürlich all jene Immobilien-Nutzer, die etwa in Großstädten und den besonders gefragten Regionen zu Hause sind. Das heißt, nicht nur Immobilieneigentümer, sondern auch die Mieter müssten zahlen. In Hamburg geht die Regierung davon aus, dass die Grundsteuer – Achtung -um 1.000 % anziehen würde. Das dürfte in anderen Kommunen, etwa in Hamburg oder in Berlin, nicht anders sein.

Nicht mehr kaufen?

Dementsprechend stellt sich die Frage, was zu tun ist. Ich meine als Immobilieneigentümer und -vermieter, dass wir tatsächlich vor einer gravierenden Umwälzung stehen. Experten meinen zwar, die Kommunen könnten einer höheren Grundsteuer entgegenwirken, indem die Hebesätze einfach gesenkt werden sollten. Dann würde die Gesamtbelastung nicht steigen.

Ähnlich sehen es angeblich auch Spitzenpolitiker: Die Gesamtbelastung solle nicht klettern. Das glaube ich nicht. Schon heute machen die Grundsteuern etwa 10 % des gesamten Steueraufkommens aus. Glauben Sie, Kommunen würden steigenden Steuereinnahmen entgegentreten? Wenn sie niemand zwingt? Ich nicht. Dafür sind die bisherigen Einnahmen schlicht zu hoch.

Bislang kassieren die Kommunen gut 13,5 Milliarden Euro jährlich über die Grundsteuer. Wenn eine Neuordnung weitere Milliarden ermöglicht – wer sollte verzichten? Deshalb wird der Immobilienmarkt schlicht belastet. Noch bieten Immobilien gute Chancen, weil die Nachfrage nach Wohnraum steigt. Es wird jedoch wichtiger als je zuvor, Gebühren, Steuern und Vermietungsfallen aus dem Weg zu gehen. Dafür habe ich ein interessantes Paket für Sie zusammenstellen lassen. Klicken Sie einfach hier.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

P.S. Jamaika ist Geschichte. Der Spiegel titelt „Stunde Null“. Kürzlich hieß es noch „Deutschlands Wirtschaft droht zu überhitzen“. Ja, was denn nun? Es gibt zu allen Zeiten Unternehmen, die Gewinne erwirtschaften. Die Liste mit meiner Gewinn-Garanten für 2018 finden Sie HIER